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Heinrich Zimmermann/Ein Salzburger Kreuzigungsbild

i3

Abb. 3. Kreuzigung Christi Museum des Klosters Neustift in Wiener Neustadt


geschieht noch ganz in der Art des „ weichen Stiles“: ohne lineare Zeichnung, nur mit leicht
bräunlichen Schattierungen und weißlichen Lichtern wird die Form angedeutet. Die-kräf-
tigen Farben der Gewänder sind in großen Flächen fast ohne Differenzierungen gegeben,
sodaß sie sich gegen den Goldgrund behaupten. Das Gewand der Maria ist tiefgrünlich-blau,
der sitzenden Frau zur Linken bräunlich-violett, der beiden anderen Frauen erbsengrün.
Der Mantel des Johannes ist in tiefem Weinrot, der des Knechtes neben ihm dunkelbraun
gehalten. Der Hohe Priester trägt erbsengrünes Gewand mit rotem Futter, der Hauptmann
dunkelziegelrote Uniform mit goldener Musterung und Hermelin-Fütterung. Helm- und
Armschienen sind in dunklem stumpfem Silberton gegeben. Der im Vordergründe knie-
ende Scherge hat hellrotes Gewand, der zweite hellblaues mit roten Schattentiefen.
 
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