Kunsthistorische Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses <Wien> [Editor]
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses (ab 1919 Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien) — 15.1894

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URKUNDEN UND REGESTEN

AUS DEM

K. UND K. REICHS-FINANZ-ARCHIV,

HERAUSGEGEBEN VON

FRANZ KREYCZI,

K. UND K. ARCHIVSCONCIP1ST.
(FORTSETZUNG.)

11496 i56g Jänner y.

Der kaiserliche Antiquarius Jakob Strada schreibt
an Kaiser Maximilian II.:

Sacra cesarea maesta, signor mio clementissimo.
La gratia che la maesta vostra vol farmi per ajuto di
costo per le nozze di mia figliola, la supplico gli sia
raccomandato. E noi intanto pregaremo il signor iddio
che gli dia longa vita e da mal la guardi. E con questa
tutti facciamo riverenza a la maesta vostra e gli desi-
deramo hogni fellicita et allegreza. Di vostra maesta
cesarea umilissimo servidor Jacopo Strada.

Ausseti von Kan\leihand: Strada supplication vonwegcn einer
hilf zu aussterung seiner tochter. Auf einmal bewilligt fünfzig gül-
den reinisch, ultimo januarii 1569.

Eigenhändig geschriebenes Or. Pap., Familienacten, Fase.

17815.

11497 i5-ji Februar /, Prag.

Der Kriegs^ahlmeister Andreas Schnätterl wird
beauftragt, dem Baumeister Peter Ferabosco die Hälfte
seiner ausständigen Besoldung im Betrage von igo Gul-
den, sover ime, wie gehört, soviel ausstendig, aus den
Gefällen seiner Amtsverwaltung zu befahlen.

Gedenkbuch ii5, Fol. 32'—33.

11498 1571 April 25, Prag.

Kaiser Maximilian II. schreibt an Wentel Jam-
nit^er, Goldschmied ^u Nürnberg:

Was dir von unserm Presidenten und verordenten
hofeamerräthen zu notturft unserer bei dir anbevolch-
nen silberarbait für silber zugeschickt, das wirdest du
also zu empfahen und zu derselben zu gebrauchen
wissen. Zu solicher silberarbait haben wir dir bei
unserm getreuen lieben Sebalden von Plaw noch zwai-
tausend gülden verordent; die waist du von ime zu
empfahen, genediglich bevelchund, du wollest diese
silberarbaid dahin befürdern, das wir soliche noch vor
nechstkhomend Bartolomei gewiss gehaben mügen.
Daran beschicht unser genediger will und mainung. —
Geben Prag den funfundzwainzigisten aprilis im 1571.

Gedenkbuch 11S, Fol. j66'.
XV.

11499 i57i April 28, Prag.

Kaiser Maximilian II. schreibt an die Zipser
Kammer:

Facimus vos certiores, nos architecto nostro Ioan-
ni Secco ad humilem intercessionem patruelis sui
Martini Secci benigne annuisse, ut per bimestre tem-
poris spacium a servitio suo abesse et lares patrios in-
visere queat. Quo autem hoc iter commodius perficere
queat, concessimus, ut sibi quadraginta floreni de suo
restanti salario per vos istic exsolvantur. Quare vobis
benigne mandamns, ut ei in defalcationem sui stipendii
dictos quadraginta florenos e proventibus vestrae curae
commissis numerari tradique curetis. — Praga vigesi-
ma octava aprilis anni etc. 1571.

Gedenkbuch u5, Fol. ljg—iyg'. ,

11500 i5ji Mai g, Prag.

Der Kriegs^ahlmeister Andreas Schnätterl wird
beauftragt, dem Baumeister Julius Baldigara, welchen
Kaiser Maximilian II. seines bissher in Sathmar ge-
habten dienst mit gnaden erlassen, bis auf Weiteres
eine jährliche Provision von zweiundfünf^ig Gulden zu
befahlen.

Gedenkbuch u3, Fol. 97—97'. — Vgl. Reg. 5240.

11501 i5yi Mai 21, Wien.

Der Unterkammergraf und der Gegenschreiber zu
Schemnitz werden beauftragt, dem goldschmid zu Bug-
ganz, maister Lucasen Presenten, sowol als andern
goldshmiden zu ihrer Arbeit gegen die gewöhnliche Be-
zahlung wöchentlich 1 Mark Silber auszufolgen.

Gedenkbuch 112, Fol. 3S4.

11502 i5ji Mai 22, Prag.

Dem Wentel Jamnitzer, Bürger und Goldschmied
in Nürnberg, werden fünfzig mark prandsilber zu er-
füllung der verordenten hundert mark zu notturft der
anbevolchnen silberarbait bei aignem reitenden potten
uberschickt und er wird beauftragt, soliche arbait

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