Kladderadatsch: Humoristisch-satirisches Wochenblatt — 34.1881

Page: 367
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3tr. 35. Zweites Beiblatt.

Berlin, den 31. Juli 1881.

XXXIV. Jahrgang.

Wriefkasten.

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Augsburg. A. K.: Von zu geringem Interesse
für den grotzen Kreis unserer Leser.

Berlin. Ein Wißbegieriger: Den Ter-
min, „seit wann", vermögen mir Ihnen nicht genau
anzugcben: daS Recht aber, nach etymologischen
Grundsätzen zu schreiben, werden Sie uns vielleicht
gestatten. — S. S. (Rosenil,aler Straße,:
Nicht allzu witzig. — G. W.: Verbindlichsten
Dank. Wir wollen cs vorschlagen.

Brigels (Schweiz). M.B. X.: Für nur
zu Wenige llnserer Leser verständlich und von
Interesse.

Charlottenbnrg. A. F.: Nicht geeignet für
unser Blatt.

Detmold. Gr.: Es widerstrebt uns, diese»,
Schinutzblättche» die Ehre einer Erwähnung anzn-
thun. Es ist in der That zu dumm und zu gemein.

Durlach (Baden). Alter Abonnent:
Ja, das Wort ist auch bei uns gebräuchlich.

Emden. 8. >!. X.: Die qu. Anzeige ist nicht
besonders geschickt stylifirt, einen eigentlichen
Fehler aber haben wir in derselben nicht entdeckt;
es müßte denn sein, daß wir die „reisenden"
(statt „Reisenden") als einen solchen bezeichnen

Glogau. I- L.: Es war zwar kein Druck-
fehler, wir haben aber auch gegen Ihre Lesart
nichts einzuwende».

.Halle a. S. vr. F. und W.: Beßten Dank.

Hannover. Bock, Kanzlei-Jnjpector: In
Nr. 167 des Hannoversche» Tageblatts ver-
öffentlichen Sie folgende Warnung: „Ich warne
hiermit einen Jeden, an niemanden, wer es
auch sei, etwas zu verabfolgen, da ich für
Zahlung nicht aufkomme." Und dabei sollen Handel
und Wandel blühen?

Hirschberg (Poststempel: Dresden, Alt
stadt). Fr. F. Z....r: Wir danken; wir sind
ausreichend versehen und möchten Sie nicht ver-
hindern, uns Concurrenz zu machen.

Jever. Sp.: In dem amtliche» Jeverschen
Wochenblatt (Nr. 115) vom 24. Juli wird durch
einen Ukas Ihres Stadimagistrats vom 21. Juli
„verboten, während des Frvstwetters Wasß

allen Dingen gut — sagten die „Getreu,
Jever"; da fragten sic zu Anfang der HundS-
tage den Kibitz, wo er zum I. April nächsten
Jahres zu legen gedenke.

Könitz. X.: In dem Kreis-Blatt des
Königlichen Landraths-Amts zu Tuche!
(Nr. 29) veröffentlicht Ihre Staatsanwaltschaft ein
Verzeichuiß bei einem Einbruch gestohlener Werth-
papiere. Die qu. Bekanntmachung schließt mit
folgenden Worten: „Es wird gebeten, Personen,
welche Werthpapicre umzusetze» versuchen
sollten, festzunehmen" :c. -c. Ja, ja, seht
euch vor, ihr Eouponabschneider, Capitalisten und
sonstige „Drohnen"!

Langenberg (bei Elberfeld). Ein auf-
.ksamer Leser: Sollen wir den armen

bis 30 Jahren,
m ö g 1 i ch o h n e K i u d er ", preisgcbcn? Das wäre
doch wohl zu boshaft.

Leipzig. Ein Freund unseres Blattes:
Freundlichen Dank. Wir wollen cS Vorschlägen.

Meiningen. Tr.: Herzlichen Gruß und Dank.
Die Pointe ist trefflich, allein die Sache selbst doch
wohl zu traurig, um zu einem Scherz ausgcbeutet
zu werden.

Merseburg. A. W.: Also dazu mußte ein
Herzoglich Altcnburgischer Hofschauspieler nach
Merseburg kommen, um den Bürgern Ihrer guten
Stadt beizubringen, daß Schillers „Wilhelm
Teil ein Lustspiel in 5 Acten" sei?

fehler. Statt der „fortschrittlichen" muß cs
nämlich heißen: „der antifortschrittlichen

M. Gladbach. Anonymus: Der „Zl

Münster. W.: Wie der „Westfälische
Mercur" (Nr. 203) meldet, ist die Stadt Beckum
von Nom mit den Reliquien der heiligen Prndentia
beschenkt worden. Wir wüßten kaum eine Stadt,
welche der segensreichen Wirkungen gerade dieser
Schutzpatronin, der Prndentia, würdiger und
bedürftiger wäre als gerade Beckum, bekanntlich
das Abdera, Krähwinkel, Schildburg oder Schöppen-
städt Westfalens.

Norderney, v. R.: Verbindlichen Dank für
die liebenswürdige Mittheilung. Die „Humo-

ristischen Postkarten" mit Ansichten von Nor-
derney, entworfen von A. Barth, von denen
bis setzt 2 Serien (a 50 Pf.) bei H. Braams
erschienen, sind ebenso lustig erfunden als graziös
ausgeführt und werden sicher sich allgemeinen Bei-
falls erfreuen.

Patschkan. I. M.: Wir glauben kaum,
daß Ihre Leistung, „Friedrich von Schillers sämmt-
liche Werke" funfzehnmal auf eine Original-Post
karte niedcrzuschrciben, eine Concurrenz zu be-
fürchten haben wird.

Prag. P. P.: Die in Nr. 201 der „Boheraia“
mitgctheilten „Kuchelbader Reflexe" beweisen
nur, daß der süße Czcchische Pöbel, abgesehen
von seiner Gemeinheit und Niedertracht, auch bereits
dem „Trottlthum" verfallen ist.

St. Petersburg. Alter Abonnent: Das
Zeitwort „Backen" hat nur eine Form für das
Jmperfectum: „ I ch b u ck".

Schwerte. Ein alter Abonnent: Er-
liegt uns ein von der Polizeiverwaltung zu Hoerde
gegen einen Fuhrmann erlasfenes Strafmandat
vor, dessen Wortlaut folgender ist: „Sie haben
heute Morgen gegen 11% Uhr die hiesige
Chausseestraße mit' einem gewerbsmäßig betrie-
benen, einspännigen Pferdefuhrwerke befahren,
ohne daß au demselben eine brennende Laterne
angebracht war" :c. ,c. Morgens um 11!- Uhr
und brennende Laternen? War's der Komet
oder die Hitze, welche dieses Strafmandat veran-
laßt hat?

Wiesbaden. N. N.: Das Frankfurter
Journal (Nr. 200) bringt folgende Mittheilung:
„Die Frankfurter Turner werden bei dem mittel-
rheinischen Turnfest in Mainz in der kleidsamen
Tracht des deutschen Turnfestes, nur mit einem
leichten Hute (Strohhut, ausgestattet,
auftreten." Bei der Hitze gewiß höchst praktisch,
obgleich vielleicht etwas zu sehr decolletirt.

Bei der großen Menge der an uns ge-
richteten Zusendungen ist die Beantwor-
tung einer jeden derselben uns ebenso
unmöglich wie die Aufbewahrung oder
Rücksendung der uns anvertrauten Manu-
scripte. Honorare werden in der Regel
nur für von uns erbetene Beiträge oder
nach besonderer Verabredung gezahlt.

Die Redaction des Kladderadatsch.

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