Lüders, Heinrich [Hrsg.]; Kumāralāta [Hrsg.]
Bruchstücke der Kalpanāmaṇḍitikā des Kumaralāta — Leipzig, 1926

Seite: 71
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22; 3^2, 21; 363, 5i einmal, auf Bl. 1/2 R 1, kommt er auch im Texte der
Handschrift vor. Der Name des Brahmanen Kausika, von dem die 2. Erzählung
handelt, hat sich teilweise auf Bl. 13 V 3; R 2, vollständig auf dem kleinen
Bruchstück, Anhang Abi erhalten. Der Held der 21. Erzählung ist nach
dem Chinesischen aun artiste du nom de Kie-na«. Hubers Herstellung des
Namens als Karna wird durch Bl. 86 V lf. bestätigt, wo der Karna
erscheint. Die letzte Erzählung handelt von einem Kaufmann aus dem Reiche
von Taksasilä, der in der chinesischen Übersetzung (S. 461, 23) Ceng-k'ia-
pa-c'a genannt wird. Levi, a. a. O. S. 183, hat den Namen Ragend als Tatika-
bhata wiederhergestellt. Die Handschrift (Bl. 308 V 4) zeigt, daß er Sahkha-
bhatta lautete. Bl. 40 V 2 wird von den Asketen wie Kanva usw. gesprochen
(^77^^44^ He chinesische Übersetzung (S. 43, 26) hat die Nennung
des Namens unterlassen. Auf dem Bruchstück Anhang Hai scheint ein
Brahmane Asaka genannt zu sein, den ich in der chinesischen Übersetzung
nicht nachzuweisen vermag.
Die 34. Erzählung enthält auch eine größere Anzahl von Götternamen; so
Mära (passim), Brahman (Divy. 358, 12. 16. 23; 33p, l), Satakratu (Divy. 338, 12)
und die Liste Mahendra, Rudra, Upendra, Dravinesvara, Yama, Varuna, Kubera,
Väsava usw. (Divy. 338, 13), für die der chinesische Text (S. 264, 2pff.) andere
Namen bietet: Mahesvara, die dreiunddreißig Götter, VaRramana, Brahman.
In andern Erzählungen kommen von mythologischen Namen Sakra und Visva-
karman 206 R 2; 213 R4, Väsuki 141 V l, Yama(räja) 114 R l vor.

DAS VERHÄLTNIS DER, KALPANAMANDIT1KA ZUM
DIVYÄVADÄNA UND ASOKÄVADÄNA.
Drei der Geschichten der Kalpanämanditikä, Nr. 16, 2/ und 34, sind, wie
zuerst Huber, BEFEO. IV, /opff. nachgewiesen hat, in das Divyävadäna auf-
genommen worden. Sie sind alle drei in dem Abschnitte enthalten, der die
Erzählungen von Agoka und Upagupta umfaßt und der in dem Werke selbst
in vier Avadänas zerlegt ist, deren Titel nicht immer eine ganz richtige Vor-
stellung von ihrem Inhalte geben: Pämsupradänävadäna (26), Kunälävadäna
(2/), Vltasokävadäna (28) und A^okävadäna (2p).
Huber, a. a. O. S. /12, wies ferner bereits darauf hin, daß die beiden
letzten dieser Erzählungen auch in zwei Werken des chinesischen Kanons
wiederkehren, die sich als Asokalegenden bezeichnen. Das erste dieser Werke
(Nj. 145p) führt den Titel A-yü-wang-c'uan, der ins Sanskrit zurückübersetzt
A^okaräjävadäna lauten würde. Es ist zwischen 281 und 306 von einem Parther
Fa-k'in übersetzt. Der Titel des zweiten Werkes (Nj. 1343) lautet A-yü-wang-
king, was einem A^okaräjasütra entsprechen würde. Es ist im Jahre 312 von
Seng-k'ia-p'o-lo, einem Sramana aus Fu-nan, übersetzt. Nanjio, Catalogue
app. II, Nr. 102, hat den Namen zweifelnd als Samghapäla restituiert; nach
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