H. O. Miethke; Streit, A. [Editor]; Makart, Hans [Ill.]
Katalog des künstlerischen Nachlasses und der Kunst- und Antiquitäten-Sammlung von Hans Makart (Katalog-Nr. 64) — Wien: Verlag von R. v. Waldheim, 1885

Page: 84
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X. ABTHEILUNG.

MUSIK-INSTRUMENTE UND VARIA.

929. Altitalicmsches Str eich-Instrument, der Griff, die Rückwand und Seitentheile mit reichen
Renaissance-Ornamenten in Elfenbein voll eingelegt, oben am Halse ein geflügelter Genien-
kopf, die Augen verbunden, in Holz geschnitten. Vorne eine kleine eingelegte Scheibe.
930. Grosse Laute, Feigenholzkasten mit Elfenbeinrippen und doppelter Saitenbespannung.
Das Schallloch mit durchbrochenen Scheiben verziert.
931. Grosse Mandoline, mit Ebenholz und Elfenbeinrippen, das Griffbrett ornamental verziert
und mit durchbrochenem Schallloch. Die Vorderseite gebrochen.
932. Chinesisches Gong-Gong (Tamtam), in geschweiftem und durchbrochen geschnitzten
Holzgestell. ’ . ...
Gesammthohe 100 Cent.
933. Trompete, posaunenförmig, mit getriebenen Ornamenten und Waffentrophäen geziert. Auf
der Muschel die Bezeichnung: »Macht Philipp Schöller in München«. — XVII. Jahrhundert.
934. Afrikanisches Saiten-Instrument; gebogener Stiel, mit Haut überzogen.
935- Afrikanisches Saiten-Instrument.
936. Vitrine, aus schwarzem Holz, mit Körpertheilen von egyptischcn Mumien, Idolen, Scarabaeen,
Perlen und Stoffen, und zwar: a) Weiblicher Mumienkopf, mit geringeltem Haupthaar
und Gesichtsmaske. —- b) Zwei männliche Mumienköpfe. — c) Drei Füsse, theilweise mit
Leinenstoff umwickelt. — d) Hand einer Mumie. — e) Zwei Götzenfiguren, aus Bronze,
die eine gebrochen. — f) Eine grössere und eine kleinere Götzenfigur aus gebrannter
Erde, von grünlicher Farbe. — g) Fünf Schnüre von bläulichgrünen Glasschmelzperlen
mit kleinen Idolen und einem Scarabaeus (der eine Flügel fehlt). — h) Ein Scarabaeus, mit
Glasperlen an den Flügeln. — i) Einige Stücke alter Mumicnleinwand von braungelber Farbe.
937. Kleine Standuhr, aus vergoldeter Bronze, mit zwei Werken. Der untere, auf stufenförmigem
Postament stehende Theil an den Ecken mit kleinen cannelirten Säulen, welche ein mit
männlichen Köpfen geziertes Gesims tragen; darauf ein thurmförmiger Aufbau mit einer
Galerie, an deren Ecken Amoretten stehen; oben eine kleine Kuppel; die Zifferblätter aus
Silber und gravirt. Die Seiten des unteren und oberen Theiles mit gravirten und geätzten
Ornamenten und Medaillons, mit figürlichen Darstellungen verziert.
Gesammthohe 48 Cent.

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