Miethke, Jürgen / Lutzmann, Heiner [Editor]
Die Rektorbücher der Universität Heidelberg (Band 1): 1386 - 1410 (zugleich das erste Amtsbuch der Juristischen Fakultät) — Heidelberg, 1986-1999

Page: 283
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/miethke1986/0289
License: Creative Commons - Attribution - ShareAlike Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
Nr. 249-251 fol. 66v, 67r

facultate iuristarum anno inferius descripto die sexta mensis iulii, videli-
cet in die sancti Goaris1' confessoris, legitime est adeptus. Propter quod 30
merito dictum magistrum Iohannem omni, quo possumus, recommen-
damus affectu vobis omnibus^ et singulis attente supplicantes, quatenus
ipsum favore gracioso dignemini prosequi consilium et auxilium in suis
agendis [67r] inpendentes vosque circa eum ostendatis, ut vobis et cuili-
bet vestrum ad graciarum acciones in simili vel maiori simus obligati. In 35
cuius rei testimonium etc.

250.

1397 Juli 15: In einer Versammlung der Doktoren und Magister wird der
Magister Andreas (Hermanni) einmütig in das (Artisten-) Kollegium auf-
genommen, nachdem Bertold von Dieburg seinen Platz auf Drängen Herzog
Ruprechts III. aufgegeben hatte.

Item die xv mensis iulii facta congregacione universitatis doctorum et ma-
gistrorum in capella eiusdem hora 3a post meridiem magister Andreas"'
in locum, quem magister Bertoldus de Dyppurg habuit in collegio et re-
signavit ad instanciam domini Rupertib) iunioris ducis Bavarie etc. fuerat
assumptus nemine dissenciente. Anno domini 1397 die quo supra.

251.

(1397) Aug. 4/5: Auf einer Versammlung der Unterrichtenden und Nicht-
unterrichtenden (regentes et non regentes) wird beschlossen, mit Konrad
Kone, der dem Rektor (Konrad Koler von Soest) Unrecht zugefügt hatte,
milde zu verfahren, nachdem der Beklagte dem Johannes (Holzsattel von
Witzenhausen) als Vertreter der Universität versprochen hatte, ohne Vor-
bedingungen die Auflagen der Universität zu erfüllen. Diese lauten nach
einhelligem Beschluß der Versammlung: 1) Konrad soll am folgenden Tag
mit seinem Vater und sieben ehrenwerten Personen nach Hl. Geist kommen
und die Universität um Verzeihung für die ihr in der Person des Rektors
zugefügte Beleidigung bitten, 2) er soll sich bei der Strafe für die Verlet-
zung des der Universität und Fakultät geleisteten Eides, nämlich des Aus-
schlusses, verpflichten, den Rektor oder Vizerektor auch in der Gerichts-
verhandlung nicht zu beleidigen, 3) innerhalb von 4 Tagen soll er in der

250.

'' Ghoaris B * fehlt A

a) danach eine halbe Z. frei A b) als R gekürzt A

283
loading ...