Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 60
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diese Stiftung von ewiger Dauer sei, und ich erwähne ausdrücklich, daß sie aus völlig
freiem Antrieb erfolgt. Ich schenke in pago spirensi (im Speyergau), in der

Mundeger marca (Munderbeimer marca; Gemarkung Ludwigshajen-Maudach?) vier
Morgen Ackerland. Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen in monasterio
\zmis\x( amensi — im Lorscher Kloster) am 26. April im 12. Jahr (780) des Königs Karl.

URKUNDE 2161 (12. April 779 — Reg. 1529)

Schenkung des Helengoz in Herxheim unter Abt Helmerich
und Kaiser Karl dem Großen

In Gottes Namen und zum Heile meiner Seele will ich, Helengoz, eine Schenkung
machen. Ich übereigne sie dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Klo-
ster ruht, dem der ehrwürdige Helmerich als Abt vorsteht. Es ist mein Wille, daß meine
Gabe für ewige Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige, daß sie durchaus freiwillig ge-
boten wurde. Ich schenke einen Weinberg in pago spirensi (im Speyergau), in der

Hergisesheimer marca (Gemarkung Herxheim sö. Landau/P. sw. Mannheim). Damit
ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen in monasterio laurishfamensi = im Lorscher Klo-
ster) am 12. April im 11. Jahr (779) Karls des Großen, des Kaisers (richtig: Königs).

URKUNDE 2162 (16. Oktober 817 — Reg. 3124)

Schenkung des Wolfger in der Eußinger Gemarkung unter Abt Adalung

und Kaiser Ludwig

In Gottes Namen und zu meinem Seelenheil übereigne ich, Wolfger, dem heiligen
Märtyrer ~N(azarius) eine Gabe. Der Leib des Heiligen ruht in dem unter der Leitung des
ehrwürdigen Abtes Adalung stehenden Lorscher Kloster. Nach meinem Willen soll die
Schenkung für alle Zeiten in Kraft bleiben, und ich versichere, daß sie vollkommen frei-
willig gemacht wurde. Ich schenke in pago spirensi (im Speyergau), in der

Huizinger marca (Gemarkung Eußingen, Wüstung bei LandaulP.) eine Hofreite und
15 Morgen Land, ferner in

Grazolfeshusen (Gräfenhausen bei Annweiler am Trifels/P.?) Wiesen mit einem Ertrag
von drei Fuder Heu und meinen Anteil an drei Stücken Ödland. Geschlossen und gefer-
tigt. Geschehen in monasterio \&uns\\(amensi = im Lorscher Kloster) am 16. Oktober im
4. Jahr (817) des Kaisers Ludwig (des Frommen).

URKUNDE 2163 (August 767 — Reg. 213)
Schenkung des Trudlin in der Flemlinger Gemarkung unter König Pipin

und Abt Gundeland

In Christi Namen, an einem Tag des Monats August im 15. Jahr (767) des Königs
Pippin machen wir, Trudlin und meine Ehefrau Rathfiat, eine Vergabung. Sie soll dem
heiligen Märtyrer N(azarius) zugute kommen, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das
vom ehrwürdigen Abt Gundeland geleitet wird. Wir wünschen unserer Spende ewigen
Bestand und erklären, daß sie auf einem vollkommen freien Willensentscheid unsererseits
beruht. Wir schenken in pago spirensi (im Speyergau), und zwar in der
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