Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 100
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unter der Aufsicht des ehrwürdigen Abtes Helmerich steht. Es ist mein Wille, daß meine
Gabe für ewige Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige, daß sie durchaus freiwillig geboten
wurde. Ich schenke, gestützt auf diese vertragliche Übereinkunft, in pago Creichgowe (im
Kraichgau), im Dorf

Burbach Bauerbach nö. Bretten) fünf Morgen Land. Geschehen in monasterio laurish
(amensi = im Lorscher Kloster) im 14. Jahr (9. Oktober 781 bis 8. Oktober 782) des
Königs Karl.

URKUNDE 2304 (26. April 778 — Reg. 1392)
Schenkung des Rutger unter Abt Gundeland und Kaiser Karl dem Großen

Im Namen Gottes und eingedenk des Seelenheiles meines Vaters Willo entrichte ich,
Rutger, eine fromme Spende. Sie sei dargebracht dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen
Leib im Lorscher Kloster ruht, das sich in der Obhut des ehrwürdigen Abtes Gundeland
befindet. Nach meinem Willen soll die Schenkung für alle Zeiten in Kraft bleiben, und ich
versichere, daß sie vollkommen freiwillig gemacht wurde. Ich schenke alles, was ich in pago
Creigowe (im Kraichgau), im Dorf

Burbach (Bauerbach nö. Bretten) bisher besessen habe, mit Ausnahme von 30 Morgen
Land, drei Leibeigenen, einer Hofreite und einer Wiese mit dem Ertrage von fünf Fuder
Heu. Vertragsabschluß. Geschehen in monasterio \2.mis\i( amensi = im Lorscher Kloster)
am 26. April im 10. Jahr (778) des Kaisers Karl des Großen.

URKUNDE 2305 (28. April 828 — Reg. 3229)
Schenkung des Herimar unter Abt Adalung und König Ludwig

Ich, Herimar, will im Namen Gottes für mein Seelenheil sorgen. Ich übertrage daher
ein Geschenk an den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht,
dem der ehrwürdige Abt Adalung vorsteht. Ich wünsche meiner Vergabung ewigen Bestand
und erkläre, daß sie auf einem vollkommen freien Willensentscheid meinerseits beruht. Ich
schenke in pago Creichgowe (im Kraichgau), im Dorf

Muncinesheim (Münzesheim ö. Bruchsal nö. Karlsruhe) eine Hofreite mit Hube, Wie-
sen zu 15 Fuder Heu und alles das, was ich bisher dort besessen habe. Vom heutigen Tag
an schenke, übergebe und übertrage ich dies alles im Namen Gottes als immerwährendes
Eigentum. Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen in monasterio laurish
(amensi = im Lorscher Kloster) am 28. April im 15. Jahr (828) des Königs (Kaisers) Lud- c
wig (des Frommen). po

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URKUNDE 2306 (26. Oktober 849 — Reg. 3344)

Tausch des Ber(n)her unter Bischof und Abt Samuhel und Kaiser Ludwig $

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In Christi Namen ist auf beiderseitigen Wunsch zwischen dem ehrwürdigen Bischor
Samuel (von 837 bis 856), Abt des St-Nazarius-Klosters in Lorsch, und einem gewissen
Grundherrn mit Namen Bernher folgende Vereinbarung getroffen worden. Sie wollten
Güter, wie sie für beide günstiger gelegen seien, unter sich austauschen. Es gab also der vor-
genannte Abt dem genannten Edelfreien eine Hube mit Hofreite in pago Creichgowe (im
Kraichgau), im Dorf
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