Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 130
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URKUNDE 2413 ( 10. April 780 — Reg. 1569)

Schenkung des Renold in der oben genannten Gemarkung unter König Karl

und Abt Helmerich

In Christi Namen, am 10. April im 12. Jahr (780) des Königs Karl, will ich, Reginold,
für das Heil meiner Seele sorgen. Daher mache ich eine Vergabung an den heiligen Mär-
tyrer 'N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Helmerich
als Abt vorsteht. Ich schenke als ewiges Eigentum alles, was ich in der oben genannten Ge-
markung (Gundelsheim) an Hof reiten, Feldern, Wiesen, Wäldern, Wasserrechten, Wohn-
und Wirtschaftsbauten besitze. Damit ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen in mona-
sterio la.ur(ishamensi = im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2414 ( 791 oder 792 — Reg. 2400)
Schenkung des Boto in der Adininger Gemarkung unter Abt Riclibodo und König Karl

Im Namen Gottes wollen wir, Boto und Nithart, mein Sohn, zu unserem Seelenheil
eine gute Tat vollbringen. Wir machen daher eine Vergabung an den heiligen Märtyrer
N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Richbodo als Abt
vorsteht. Wir schenken in pago Neckergowe (im Neckargau), in

Adininger marca (in der Gemarkung Ötklingen w. Kirchheim unter Teck sö. Stuttgart)
eine Hofreite, 54 Joch Ackerland, Wiesen mit einem Ertrag von zehn Fuder Heu und über-
haupt alles, was wir besitzen. Geschlossen und gefertigt. Geschehen in monasterio laurfz's-
hamensi — im Lorscher Kloster) im 24. Jahr (9. Oktober 791 bis 8. Oktober 792) des Kö-
nigs Karl.

URKUNDE 2415 (16. April 788 — Reg. 2002)
Schenkung des Erenbert im vorgenannten Dorf unter König Karl und Abt Richbodo

In Christi Namen, am 16. April im 20. Jahr (788) des Königs Karl, spende ich, Erin-
bert, ein Almosen. Es sei gewährt dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lor-
scher Kloster ruht, das unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes Richbodo steht. Ich
schenke im vorgenannten Dorf (Othlingen) zwanzig Morgen Land und Wiesen zu vier
Fuder Heu. Rechtskräftige Fertigung. Geschehen in monasterio \3.ur(ishamensi = im Lor-
scher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2416 (8. Oktober 771 — Reg. 684)

Schenkung des Godefrit in der Böttinger Gemarkung unter Abt Gundeland

und König Karl

In Gottes Namen nehme ich, der unwürdige Priester Godefrit, zu meinem Seelenheil
eine Schenkung vor. Sie sei geweiht dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lor-
scher Kloster ruht, das vom ehrwürdigen Abt Gundeland verwaltet wird. Ich schenke
alles, was ich in pago Neckergowe (im Neckargau), in

Bettinger marca (in der Gemarkung Böttingen n. Wimpfen/Nk. n. Heilbronn) an
Hofreiten, Wiesen, Wäldern, Gewässern, Wohn- und Wirtschaftsbauten besitze, sowie die
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