Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 186
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URKUNDE 2618 (22. Oktober 791 — Reg. 2347)
Schenkung der Egilrat unter König Karl und Abt Richbodo

In Christi Namen, am 22. Oktober im 24. Jahr (791) des Königs Karl, schenke ich,
Egilrat, die Gottgeweihte, dem heiligen 'N(azarius) Güter. Der Leib des Heiligen ruht im
Lorscher Kloster, dessen Aufseher der ehrwürdige Abt Richbodo ist. Ich schenke im oben
genannten (Elsenz-)Gau, im Dorf

Kyrihhart (Kirchhart sö. Sinsheim sö. Heidelberg) eine Hofreite, eine Hube und alles,
was zu der Hube gehört. In ähnlicher Weise übergebe ich in

Urbacher marca (in der Gemarkung Auerbach nö. Mosbach in Nordbaden) vier Hof-
reiten und vier Huben und in

Meginbotesheim (Meimsheim-Dürrenzimmern sö. Brackenheim sw. Heilbronn) die
gleiche Anzahl Hofreiten und Huben und alles, was zu den letzteren an (weiteren, kleine-
ren) Hof reiten, Wiesen, Wäldern und Gewässern gehört sowie zwanzig Leibeigene. Bekräf-
tigung durch Handschlag und Brief. Geschehen in monasterio \a.unsh.( amensi = im Lor-
scher Kloster). Zeit, wie oben festgestellt.

URKUNDE 2619 (26. Juni 815 — Reg. 3098)
Schenkung des Geginrat unter Abt Adalung und Kaiser Ludwig

Im Namen Gottes und zum Seelenheil des Willemar will ich, Geginrat, ein gutes Werk
verrichten. Es sei bewerkstelligt zugunsten des heiligen Märtyrers N(azarius), dessen Leib
im Lorscher Kloster ruht, das vom ehrwürdigen Abt Adalung verwaltet wird. Ich schenke
einen Morgen Land im oben genannten Gau (Eisenzgau? — Elsaßgau?), im Dorf

Berolfesheim (Berolzheim; Wüstung bei Stützheim s. Truchtersheim w. Straßburg? —
Bernolsheim w. Hagenaul Elsaß? — Berstheim nw. Brumat n. Straßburg? — Berolzheim
unweit Taviberbischofsheim und Osterburken?). Vertragsabschluß in Kraft getreten. Ge-
schehen in monasterio laurishfamensi = im Lorscher Kloster) am 26. Juni im 2. Jahr (815)
des Kaisers Ludwig. (Auch hier hält der Kopist Eisenzgau und Elsaßgau [Elisatia, Elisaza,
Helisaze, Elisaze, Elsezgowe] nicht auseinander; vermutlich war eine Unterscheidung auch
früher irrtümlicherweise nicht gemacht worden, und die Urkunden beider Gaue lagen wohl
im gleichen Archivfach.)

URKUNDE 2620 (11. Juni 795 — Reg. 2512)

Schenkung der Helsvint in der Frankenheimer Gemarkung unter König Karl

und Abt Richbodo

In Christi Namen, am 11. Juni im 27. Jahr (795) des Königs Karl. Für mein und des
Alpher und Rachold Seelenheil wende ich, Helsuint, dem heiligen Märtyrer ~N(azarius)
eine Gabe zu. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dem der ehrwürdige Rich-
bodo als Abt vorsteht. Ich wünsche meiner Vergabung ewigen Bestand und erkläre, daß sie
auf einem vollkommen freien Willensentscheid meinerseits beruht. Ich schenke alles, was
ich im oben genannten (Elsaß-)Gau, in

Franconheimer marca (in der Gemarkung Hoh-Frankenheim w. Brumat n. Straßburg)
an Hofreiten, Wiesen, Wäldern und Wasserrechten besitze. Urkund dessen nachfolgende
Fertigung. Geschehen in monasterio laurishfamensi = im Lorscher Kloster). Zelt wie oben.
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