Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 204
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trage ich diese Güter als Besitztum für ewige Zeiten. Geschlossen und gefertigt. Geschehen
in monasterio la.ur(ishamensi = im Lorscher Kloster) am 3. Dezember im 9. Jahr (849)
des Königs Karl (richtig wohl: Ludwig, 840—876).

URKUNDE 2682 (22. November 819 — Reg. 3153)

Schenkung des Reginher in der Rimsinger Gemarkung unter Abt Adalung

und König Ludwig

Ich, Reginher, mache im Namen Gottes und zu meinem Seelenheil eine Vergabung an
den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das unter der Lei-
tung des ehrwürdigen Abtes Adalung (804—837) steht. Ich schenke in pago Brisgowe (im
Breisgau), in

Rimigisger marca (in der Gemarkung Rimsingen, Nieder-, Ober-, s. Alt-Breisach w.
Breiburg) dreißig Leibeigene, eine herrschaftliche Hofreite mit allen darauf errichteten Bau-
ten, eine Herrenhube und sechs Knechtehuben. Die Schenkung ist damit in Rechtskraft
erwachsen. Geschehen in monasterio laur(ishamensi = im Lorscher Kloster) am 22. No-
vember im 6. Jahr (819) des Königs (Kaisers) Ludwig (des Brommen).

URKUNDE 2683 (16. Juli 782? — Reg. 1883)

Schenkung des Rentwich in der Heitersheimer Gemarkung unter König Karl

und Abt Keimerich

In Christi Namen, am 16. Juli im 17. Jahr (statt XVII. Jahr = 785 vielleicht richtig:
XIIII. Jahr = 782) des Königs Karl. Wir, Rentwich und meine Gattin Blicgart, entbieten
dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) eine Gabe. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher
Kloster, das vom ehrwürdigen Abt Helmerich (778—784) verwaltet wird. Wir schenken
alles, was wir im oben genannten Gau (Breisgau), in

Hentersheimer marca (in der Gemarkung Heiter sheim sw. Breiburg) an Hofreiten,
Weingütern und Leibeigenen besitzen. Vertragsfertigung. Geschehen in monasterio laur
(ishamensi = im Lorscher Kloster). Zeit, wie oben angegeben.

URKUNDE 2684 (12. Februar 795 — Reg. 2496)

Schenkung des Erkenbolt in der oben genannten Gemarkung unter Abt Richbodo

und König Karl

Im Namen Gottes beabsichtigen wir, Erkenbolt und Aranhilt, meine Gattin, eine Zu-
wendung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem
der ehrwürdige Richbodo als Abt vorsteht. Wir schenken alles, was wir in der oben ge-
nannten Gemarkung (Heitersheim) besitzen, nämlich Hofreiten, Wiesen, Weingärten, Ge-
wässer, Wälder, Wohnhäuser und landwirtschaftliche Bauten. Darauf erfolgte feierliches
Handgelöbnis. Geschehen in monasterio la.nnsh(amensi = im Lorscher Kloster) am 12. Fe-
bruar im 27. Jahr (795) des Königs Karl.
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