Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 260
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zelnen günstigeren örtlichen Lage unter sich auszutauschen. Gemäß gleichlautender Über-
legung und nach erreichter Willensübereinstimmung wurde diese Absicht dann durchge-
führt. Es gab nun der vorgenannte Bischof dem erwähnten Teothelm im Gau Wingart-
heiba (Wingartau), in der

Alenzer marca (Neckarelz w. Mosbach) zwei Morgen Land. Dagegen trat der besagte
Teothelm dem vorher bezeichneten Bischof in der gleichen Gemarkung vier Morgen Land
ab. Urkund dessen nachfolgende Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster am 28. April
im 13. Jahr (853) des Königs (Kaisers) Ludwig (des Frommen).

URKUNDE 2899 (Aktennotiz des 9. Jhdts. — Reg. 3407)
Auch Bernoch übergab dem Hl. N(azarius) zum Seelenheil des Thiethelm in der glei-
chen Gemarkung (Neckarelz) einen Acker. Nach dem Hinscheiden seiner Gattin sollte er
immerwährendes Eigentum (des Heiligen) bleiben.

URKUNDE 2900 (12. März 782 — Reg. 1715a)
Schenkung des Sigebert in Ruchsen unter Abt Helmerich und König Karl

In Gottes Namen beabsichtige ich, Sigebert, zum Seelenheil meines Vaters Nortbert
eine Zuwendung für den heiligen Märtyrer ~N(azarius). Der Leib des Heiligen ruht im
Lorscher Kloster, in dem der ehrwürdige Helmerich als Abt waltet. Bekräftigt durch
Handschlag und Brief schenke ich acht Joch Ackerland im Gau Wingartheiba (Wingartau),
im Dorf

Pvochisheim (Ruchsen/Jagst ö. Mosbach). Geschehen im Lorscher Kloster am 12. März
im 14. Jahr (782) des Königs Karl.

URKUNDE 2901 (29. Juli 790 — Reg. 2227)
Schenkung des Radolf in Scheringen unter König Karl und Abt Richbod

In Christi Namen, am 29. Juli im 22. Jahr (790) des Königs Karl. Zum Heile meiner
Seele übereigne ich, Radolf, dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) ein Geschenk. Sein Leib ruht
im Lorscher Kloster, das vom ehrwürdigen Abt Richbodo geleitet wird. Ich bestimme, daß
meine Spende für alle Ewigkeit gültig bleiben soll, und bekräftige den gänzlich freien
Willen, aus dem heraus ich sie gegeben habe. Ich schenke alles, was ich im Gau Wingart-
heiba (Wingartau), und zwar im Dorf

Ansiringa (Scheringen sw. Buchen) an Hof reiten, Wiesen, Wäldern, Gewässern, ur-
barem und brachliegendem Land besitze. Das Abkommen ist damit in Kraft getreten. Ge-
schehen im Lorscher Kloster. Zeit, wie oben erwähnt.

URKUNDE 2902 (10. Januar 792 — Reg. 2352)
Schenkung des Manolt in Hainstadt unter Abt Richbod und König Karl

In Gottes Namen will ich, Manolt, zum Seelenheil der Sigelint ein gutes Werk ver-
richten. Ich will es dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) zuwenden, dessen Leib im Lorscher
Kloster ruht, dem der ehrwürdige Richbodo als Abt vorsteht. Ich schenke vier Morgen
Ackerland im Gau Wingartheiba (Wingartau), im Dorf
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