Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 98
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Abt Helmerich (778—784) ist. Ich wünsche meiner Vergabung ewigen Bestand und erkläre,
daß sie auf meinem vollkommen freien Willen beruht. Ich schenke im Gau Logeneche (im
Lahngau), im Dorf

Banamaden (Bonbaden sw. Wetzlar) einen Leibeigenen mit seiner ganzen Habe. Ver-
tragsfertigung. Geschehen im Lorscher Kloster am 24. Mai im 22. Jahr des Königs Karl.
(Statt XXII. Jahr = 790 vielleicht richtig: XII. ]. = 780.)

URKUNDE 3141 (29. April 775 — Reg. 1163)

Schenkung der Meginburc in der Girmeser Gemarkung unter König Karl

und Abt Gundeland

(Vgl. Urk.. Nr. 3692b)

In Christi Namen, am 29. April im 7. Jahr (775) des Königs Karl. Ich, Meginburc,
will eine Schenkung an den heiligen Märtyrer N(azarius) vornehmen, dessen Leib in dem
in der Obhut des ehrwürdigen Abtes Gundeland stehenden Lorscher Kloster ruht. Ich be-
stimme, daß meine Schenkung für alle Ewigkeit gültig bleiben soll, und bekräftige den
gänzlich freien "Willen, mit dem ich sie gemacht habe. Ich schenke im Gau Logenehe (im
Lahngau), in

Germizer marca (in der Gemarkung Girmes; Nieder-Girmes, Ober-Girmes, Wald-
Girmes n. und nö. Wetzlar/'L.) eine Hube. Darauf erfolgte feierliches Handgelöbnis. Ge-
schehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3142 (17. Juni 771 — Reg. 651)

Schenkung des Rupert in demselben Dorf

(Vgl. Urk. Nr. 3685a)

In Christi Namen, am 17. Juni im 3. Jahr (771) des Königs Karl. Ich, Rupert, will dem
heiligen Märtyrer N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, in dem der ehrwürdige
Gundeland der leitende Abt ist, Besitzungen übereignen. Die Zuwendung soll, wie ich
wünsche, immer erhalten bleiben, und ich stelle fest, daß ausschließlich mein freier Wille
dafür maßgeblich war. Ich schenke alles, was ich im Gau Logenehe (im Lahngau), in

Germitzer marca (wie vorige Urk.) habe. Der Vertrag ist damit rechtswirksam gewor-
den. Geschehen im Lorscher Kloster zur oben genannten Zeit.

URKUNDE 3143 (18. Januar 777 — Reg. 1324)
Schenkung des Reginbert im gleichen Dorf unter Kaiser Karl und Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 3692c)

In Christi Namen, am 18. Januar im 9. Jahr (777) des Königs Karl. Zu meinem
Seelenheil mache ich, Reginbert, eine Zuwendung an den heiligen Märtyrer N(azarius),
dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht.
Es ist mein Wunsch, daß diese Stiftung von ewiger Dauer sei, und ich erwähne ausdrück-
lich, daß sie aus völlig freiem Willen erfolgt. Ich übergebe als immerwährendes Eigengut
im Gau Logenehefzw Lahngau), in

Germitzer marca (wie Urk. 3141) sieben Joch Ackerland. Der Vertrag wird hiermit
gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.
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