Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 213
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URKUNDE 3548 (22. Februar 777? — Reg. 1511)

Schenkung des Wiilim(unt) in Linkenh(eim) unter Abt Gundeland und König Karl

(Ohne Vergleichsurkunde)

In Gottes Namen mache ich, Willemunt, eine Vergabung an den heiligen Märtyrer
N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, in dem der ehrwürdige Gundeland
(765—778) als Abt waltet. Ich bestimme, daß meine Schenkung für alle Ewigkeit gültig
bleiben soll, und bekräftige den gänzlich freien Willen, mit dem ich sie gemacht habe. Zum
Seelenheil des Hunolt übergebe ich in pago Ufgowe (im Ufgau), und zwar im Dorf

Linchenheim (Linkenheim n. Karlsruhe) alles, was er (Hunolt) dort, wie bekannt,
besessen hat. Bekräftigung durch Handschlag und Brief. Geschehen im Lorscher Kloster am
22. Februar im 14. Jahr des Königs Karl. (Statt X1I1I. Jahr = 782 vielleicht richtig:
Villi, lahr = 777.)

URKUNDE 3549 (1. März 792 — Reg. 2359)

Schenkung des Fruduin in Linkenheim unter Abt Richbod und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 1304d)

Im Namen Gottes und zum Seelenheil meines Bruders Badanolf wende ich, Fruduin,
dem heiligen Märtyrer N(azarius) eine Gabe zu. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher
Kloster, das vom ehrwürdigen Abt Richbodo geleitet wird. Ich schenke in pago Ufgowe
(im Ufgau), im Dorf

Linkenheim (n. Karlsruhe) zehn Joch Ackerland. Das Abkommen ist damit in Kraft
getreten. Geschehen im Lorscher Kloster am 1. März im 24. Jahr (792) des Königs Karl.

URKUNDE 3550 (13. Juni 766 — Reg. 56)

Schenkung des Herbo in Eggenstein unter König Pippin und Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 1304e)

In Christi Namen, am 13. Juni im 14. Jahr (766) des Königs Pippin. Wir, Herbo und
meine Frau Rotlint, überlassen dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher
Kloster ruht, dem der verehrungswürdige Gundeland als Abt vorsteht, Güter. Gemäß
nachfolgender Fertigung schenken wir alles, was wir in pago Ufgowe (im Ufgau), im Dorf

Hecinstein (Eggenstein n. Karlsruhe) besitzen. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit,
wie oben erwähnt.

URKUNDE 3551 (12. Juni 796 — Reg. 2552)

Schenkung des Norbert in Freckenstadt unter König Karl und Abt Richbod

(Vgl. Urk. Nr. 1304n)

In Christi Namen, am 12. Juni im 28. Jahr (796) des Königs Karl. Wir, Norbert und
meine Gattin Albniu, entrichten eine Spende an den heiligen Märtyrer 'N(azaritis), dessen
Leib in dem unter der Aufsicht des ehrwürdigen Abtes Richbodo stehenden Lorscher
Kloster ruht. Wir übergeben in pago Ufgowe (im Ufgau), und zwar im Dorf

Freckestatin (Freckenstadt; Wüstung bei Eggenstein nw. Karlsruhe) eine Hofreite,
zwanzig Morgen Land und eine Wiese. Urkund dessen nachfolgende Fertigung. Geschehen
im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.
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