Ostendorf, Friedrich
Die Geschichte des Dachwerks: erl. an e. großen Anzahl mustergültiger alter Konstruktionen — Leipzig [u.a.], 1908

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Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin.

Statik der Raumfachwerke.

Von Diplom-Ingenieur Dr. W. Schlink,

a. o. Professor an der Technischen, Hochschule zu Braunschweig.
Mit 214 Abbildungen und 2 Tafeln. [XIV u. 390 S.] gr. 8. 1907. In Leinwand gebunden n. JL 9.—

Das Werk stellt sich die Aufgabe, ohne Voraussetzung von besonderen
Kenntnissen über räumliche Kräfteaysteme die Raumfachwerke, ihre Bildungs-
gesetze, Stabilitätsuntersuchungen und Spannungsbestimmungen so darzustellen,
daß der Leser in die Lage gesetzt ist, für jede gegebene architektonische
Überdeckungsform in einfachster Weise zweckmäßig gebaute Systeme selbst zu
ersinnen und jedes beliebige Raumfachwerk zu berechnen. Um das Verständnis
zu erleichtern, wird in einer Einleitung das ebene Fachwerk in seinen all-
gemeinen Gesetzen betrachtet; weiter sind in systematischer Weise die Unter-
suchungen betr. Kräfte und Fachwerke im Raum eingehend besprochen, hierbei
die Methoden von Föppl, Henneberg, Müller-Breslau, Mohr u. a., die gerade
in den letzten Jahren vielfach erörtert wurden, ausführlich behandelt und ihr
Zusammenhang beleuchtet. Im übrigen werden die verschiedenartigsten Fach-
werksträger, vor allem Kuppeln und Dachfachwerke, umfassend durchgenommen
und dabei die Stabilitätsuntersuchungen und die Spannungsermittelungen recht
vielseitig gestaltet, vor allem auch nach Möglichkeit spezielle Verfahren an-
gewendet, wie dies ja bei ebenen Trägern allgemein üblich ist. Nach Be-
sprechung der bekannten Kuppelformen werden mit Hilfe der Föpplschen
Flochtwerke allgemeine Sätze für Dachfachwerke abgeleitet und diese zur
Bildung neuer Kuppeln benutzt. Auf die einheitliche Darstellung der ver-
schiedenen Untersuchungen wird in dem Buche besonderer Weit gelegt, und
mit Rücksicht hierauf wurden fast durchweg statt der Auflager die Stützungs-
atäbe eingeführt. Eine große Anzahl von Abbildungen und eine Reihe von
Beispielen werden das Verständnis erleichtern.

„. . . Das Werk ist als Lehrbuch für denjenigen geschrieben, bei dem als
Grundlage nur die Kenntnis der elementaren Mathematik vorausgesetzt wurde,
und es sind deshalb die zur Berechnung gebrauchten Formeln nach Möglich-
keit vereinfacht. Der Text ist klar und verständlich geschrieben. Ein gut
geordnetes Quellenverzeichnis und ein genaues Sachregister ist am Schlüsse
des Buches zur Erleichterung des Lernenden beigefügt."

(Zement und Beton. 1907. Kr. 16.)

„. . . Die verschiedenen Methoden von Föppl, Henneberg, Mohr, Müller-
Breslau, das Föpplsche Flechtwerk und das mehrfach zusammenhängende
Flechtwerk, Dachfachwerke, Kuppelsysteme sind anschaulich behandelt. Brücken-
träger und die statisch unbestimmten Systeme sind ausgeschlossen. Das gut
ausgestattete Buch wird in Technikerkreisen willkommen sein."

(Architektonische Bundschau. 1907 Heft 12.)

„. . . Für das gesamte große Gebiet der früher genannten Raurofachwerke
ist das Buch wohl als die erste zusammenfassende, systematisch gegliederte
Darstellung zu betrachten, welche in einfacher, klarer und übersichtlicher Weise
den Leser in die Theorie der Raumfachwerke einführt. Das elegant aug-
gestattete Buch ersetzt das Studium der in zahlreichen Zeitschriften und
Büchern zerstreuten bezüglichen Aufsätze, aufweiche übrigens in einem Literatur-
verzeichnisse hingewiesen wird, und bildet für den Praktiker einen wertvollen,
kaum zu entbehrenden Behelf bei Ausführungen auf diesem Gebiete des

Ingenieurbauwesens." (Wochenschrift für den öffentlichen Baudienst. 1907. Heft 33.)

Technische Statik.

Vorlesungen über die Theorie der Tragkonstruktionen.
Von A. Ostenfeld,

Professor an der -Technischen Hochschule zu Kopenhagen.

Deutsche Ausgabe besorgt von D. Skouge.

(Till u. 466 S.] gr. 8. 1904. In Leinwand geb. n. M. 12.—

„Der Autor erörtert nach einer die Arten der Belastungen und Unter-
stützungen ebener Tragkonstruktionen behandelnden Einleitung im ersten Ab-
schnitte die Einflußlinien und Einflußnachen. Es folgt der zweite Abschnitt
über Momente und Querkräfte bei einfachen vollwandigen Balken, wobei
namentlich die ausführliche Entwicklung der Belastungs-Äquivalenzen hervor-
zuheben ist. Der Stoff ist dabei derart erschöpfend beleuchtet, daß dem Leser
alles einschlägig Wissenswerte zur Kenntnis gebracht wird. Im dritten Ab-
schnitte gelangen die Fachwerkbalken mit allen zur Bestimmung der Stab-
spannungen gebräuchlichen Verfahren zur Abhandlung, welcher sich Unter-
suchungen spezieller Formen von Brückenträgern und Dachstühlen angliedern.
Den Schwerpunkt des Buches bildet der Inhalt des vierten Abschnittes mit
der allgemeinen Theorie tragender Konstruktionen auf Grund des Prinzipes der
virtuellen Verschiebungen. Die Arbeitsgleichung und der Maxwellsche Satz
werden entwickelt und deren allseitige Anwendung an der Hand zahlreicher
Beispiele theoretisch und praktisch für die Kräftebestimmung und Form-
änderung erläutert. Untersuchungen der Durchbiegungslinien und Verschie-
bungspläne statisch bestimmter und unbestimmter Systeme bilden den Abschluß
dieses sehr gediegen bearbeiteten Abrisses. Der fünfte Abschnitt ist den ver-
schiedenen Formen der Wandglieder und mehrfachen Fachwerke eingeräumt.
Daß die Lehrsätze der auf dem behandelten Gebiete verdienten Fachautoritäten
stets an passenden Stellen zum Ausdruck gelangen, ist selbstverständlich.
Wenn wir den besprochenen Band noch einmal überblicken, so fühlen wir uns
zu dem Wunsche gedrängt, die strenge Gründlichkeit und pädagogische Glie-
derung sowie der logisch durchdachte Aufbau des mit internationalen, wissen-
schaftlichen Errungenschaften angefüllten vorzüglichen Buches mögen bald
eine allgemeine Wertschätzung finden."

(Zeitschrift d. österr. Ingenieur- u. Architekten-Vereins.)

„. . . Verfasser hat sich mit sehr gutem Erfolge bemüht, zunächst 'den
für die tagtägliche Praxis unbedingt nötigen Stoff in möglichst geordneter
und daher leicht verständlicher Form vorzuführen'. Dieses Ziel ist besonders
dadurch erreicht worden, daß außerordentlich viele Zahlenbeispiele angegeben
sind, welche die Anwendung der Theorie klar machen können. Der Stoff wird
sowohl auf graphischem als auch auf rechnerischem Wege behandelt. Die
graphische Methode ist in den meisten Fällen vorangestellt, weil sie für den
Anfänger vielfach leichter verständlich erscheint als die rechnerische. Die
Einteilung des Stoffes ist eine sehr geschickte. . . . Das ganze Werk ist durch
eine wohltuende Klarheit ausgezeichnet. Mit richtigem Gefühl hat es Ver-
fasser verstanden, allzu weitgehende, uferlose theoretische Abbandlungen zu
unterlassen. Dadurch wird die dem Anfänger oft schwer verdauliche Kost
schmackhaft geboten, wodurch das Verständnis wesentlich gefördert und beim
Leser die Lust zur Weiterarbeit geweckt wird. Die Übersetzung ist gut ge-
lungen, so daß man die Abstammung des Buches aus einem außerdeutschen
Lande kaum bemerkt. Sehr praktisch ist die Anordnung der Figuren in einem
besonderen dünnen Heft, welches durch einen Eiuschub mit dem Text fest
verbunden werden kann. Es ist dadurch das oft lästige Rückblättern ver-
mieden. . . ." (Technische Literatur. 1904. Oktober.)

Graphische Tabellen
und graphisch dargestellte Formeln

zur sofortigen Dimensionierung von Eisenbeton - Plattendecken
resp. PlattenbaUten bei beUebiger, aber wirtschaftlich-rationeUer
Ausnutzung der Materialien, Eisen und Beton, hinsichtlich ihrer
Inanspruchnahme auf Zug resp. Druck.

Aufgestellt in vollkommener Übereinstimmung mit den preußischen
Ministerialbestimmungen vom 16. April 1904 von
Emanuel Haimovici,

Diplom-Ingenieur in Leipzig.

Mit 5 Lichtdrucktafeln auf millimetriertem Grund 48/63 cm.

[62 S.] Lex.-8. 190G. In Leinwand geb. n. JL 15.—

Vorliegende Arbeit bezweckt auf graphischem Wege eine leichte, über-
sichtliche, rasche und genaue Querschnittdimensionierung von auf Biegung
beanspruchten Tragkonstruktionen in Eisenbeton — (Plattendecken resp. Platten-
balken) — bei einer beliebigen, aber wirtschaftlich rationellen Ausnutzung
der Materialien, Eisen und Beton, hinsichtlich ihrer Inanspruchnahme auf Zug
resp. Druck. Der erste Abschnitt enthält eine klare, leichtfaßliche Gebrauchs-
anweisung der graphischen Tafeln zu deren direkter Benutzung, nebst zahl-
reichen Rechnungs-Beispielen und Kontroll-Rechnungen nach den preußischen
Bestimmungen. Im zweiten Abschnitt bringt der Verfasser eine Reihe inter-
essanter, allgemein gültiger Formeln zur Ermittelung der Querschnittdimen-
sionen und Spannungen für Eisenbetondecken bezw. Balken mit einfacher sowie
mit doppelter Armatur.

„Die graphischen Darstellungen sind allerdings unter Zugrundelegung
des Wertes ae = 1200 erfolgt, eine einfache Maßstabs-Änderung bezw. Um-
rechnung gestattet aber auch eine Anwendung der Tafeln für jeden
beliebigen Wert von ee. Die Unabhängigkeit der Tafeln von be-
stimmten Spannungswerten bezw. Abmessungen bringt den großen
Vorteil mit sich, daß in rascher und einfacher Weise auch der Ein-
fluß festgestellt werden kann, den unter bestimmten Verhältnissen eine Ver-
änderung der Spannungs- oder Abmessungsannahmen hervorruft, mit anderen
Worten, daß der vorteilhafteste und zweckmäßigste Querschnitt
gefunden werden kann. Die Tabellen ersetzen also sonst umständliche
Vergleichsrechnungen. Die Tafeln 1 — 3 sind besonders für rasche
Ermittelungen zu Voranschlägen bestimmt. Die Tafeln 4 — G ge-
statten dieselben Berechnungen genauer. Die graphischen Tabellen
erscheinen als ein schätzenswertes Hilfsmittel zur Erleichterung der Berech-
nungen von Eisenbetonbauten."

(Deutsche Bauzeitung 1906 „Mitteilungen über Eisenbeton«. Nr. 13.)

„Nichtsdestoweniger eignen sich diese Tabellen zur Prüfung der
vorschriftsmäßigen Berechnung und haben von diesem Standpunkte aus
einen großen Wert." (Zement und Beton. 1906. Nr. 19.)

„Die graphische Darstellungsweise hat gegenüber den Zahlen-
tabellen ganz entschieden den Vorteil der Übersichtlichkeit und
Vollständigkeit und ist gegenwärtig auf allen technischen Gebieten üblich."

(Beton und Eisen. 1906. Nr. 1! )
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