Verein Historisches Museum der Pfalz [Editor]; Historischer Verein der Pfalz [Editor]
Pfälzisches Museum: Monatsschrift d. Historischen Vereins der Pfalz und des Vereins Historisches Museum der Pfalz — 22.1905

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Monatsschrift

für heimatliche Literatur und Kunst. Geschichte und Volkskunde.

Kercrusgegeben von ^rof. Ar. Job. Kiköenbrcrrrö im Austrcrg öes
LiLercrriscyen Wereirrs öer 'Ufcrkz.

Dugkeich MorrcrtLbkcrtt öes KistoristPerr "Dereirrs der Wferk^
unö öes DfeltziseHerr Kunstvereins.

xxn Jahrgang. Nr. 4 KeriserskererLern.

April 1905.

Inhalt: Das künftige Historische Museum der Pfalz, von: Schriftleiter. — Schiller und die Pfalz

l. Oggersheim. Von Or. Aiberr Becker (Ludwigshaien a. Rh.) — Historischer Verein
der Pfalz.

Das Künftige Aistovrfcye Mufeunr der: Pfalz

in Speyer-.

Nach den Entwurfsskizzen geschildert von Fr. Joh. Hildenbrand, Mitglied der Baukonimission.

»Mit 1 Tafel und 4 eingedruckten Bildern.)

„Das Museum für die Pfalz zu erbaueu sehe ich als die schönste Ausgabe
meines Lebens an." Mit diesen zusagenden Worten des zur Vorstaudssitzung des
Museumsbauvereins am 14. Dktober 1904 im Sitzungszimmer des alten Museums
besonders eingeladenen Architekten Prof. Dr. Gabriel von Seidl aus München war
ein Baumeister gewonnen, dem als Erbauer des Natioualmuseums in München ein
so glänzender Ruf vorausgeht, daß die Aufgabe des Pfälzer Museumsbaus durch ihn
wohl die beste Lösung finden kann. Ein frischer Zug weht von dieser Sitzung
an*) durch den Verein, und das auf den berühmten Architekten gesetzte Vertrauen
rechtfertigten vollkommen die verschiedenen Entwurssskizzen, welche derselbe in der
Sitzung des Bauvereins am Donnerstag den 94. November 1904 im Sitzungs-
saal der Kgl. Regierung vvrlegte. Es waren dies:

1. Der Lageplan.

2. Grundritz des ersten Stockes oder Erdgeschosses.

3. n) Schnitt durch die Eingangspartie.

b) Querschnitt durch den Nordflügel.

c) Querschnitt durch den Westflügel.

6> Querschnitt durch den Ostflügel.

e) Längsschnitt durch den südlichen Flügel mit großem Turm.

4. Plan für die Berechnung des Kubikinhaltes.

5. Ansicht des Museumsbaus vom Dome aus. (S. Tafel).

6. Längsansicht des ganzen Baues im Osten und Norden.

7. Die Halle des römischen Lapidariums im Nordflügel.

Diese Skizzen fanden vom künstlerischen wie praktischen Standpunkt aus den
ungeteilten Beifall der anwesenden Ausschußmitglieder, so daß die architektonische
Gestaltung des Neubaues am 94. November v. Js. in der Hauptsache entschieden
war, nachdem manche Einzelheiten noch gründlich durchberaten waren und man die
Anschauung gewonnen hatte, daß in einem solchen Bau die Speyerer Musenms-
schätze sich am vorteilhaftesten aufstellen lassen.

Da die R a um b e d ü r s n i s s e bei Errichtung des Museums vor allem in

*) Über die Sitzungen am 14. Oktober und 24. November 1904 siehe den Bericht „Zum
Museumsbau in Speyer, von E. Heuser, in Nr. 12 S. 193—195 des XXI. Jahrg. d. Pf. M.
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