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Abb. 18. Die Insel bei Heraklea von Westen gesehen.

II. DIE KLÖSTER.
A. BEFESTIGTES KLOSTER AUF DER INSEL BEI HERAKLEA.

Die Kopfillustration (Abb. 18) gibt den Anblick der Insel von Westen; Abb. 20 zeigt das (Gesamtbild
vom Ufer Herakleas aus, Abb. 21 von Südosten in charakteristischer Nachbarschaft der Granitküste.

Der Plan Abb. 19 zeigt, daß eine Schutzmauerlinie mit Wehrgang den Klippen am Inselrand möglichst
hoch folgte. Im Norden ist an der flachen Landungsstelle die Mauer auf eine weite Strecke verschwunden,
im Westen ebenfalls; hier bildete zum Teil eine lange Kirche mit ihrer westlichen Außenwand, die jetzt
ins Wasser gestürzt ist, den Abschluß. Das Haupteingangstor ist erkennbar auf Abb. 20, sein Detail
(überhöhte, doppelte Backsteinarchivolte über Granitsturz) zeigt Abb. 29, wo auch die übliche Höhe der
Verteidigungsmauer mit den Zinnen deutlich ist (6—7 m). Das weiter südlich gelegene Nebentor ist auf
Abb. 21 sichtbar. Beide Tore sind geschützt durch einen seitlich vorgezogenen Mauerteil der Hauptlinie.
Der Wehrgang ist durch Bogenstellungen hergestellt, zu welchen eine Aufgangstreppe an der Nordostecke
erhalten ist (Abb. 23). Die Gesamtanlage zeigt jene für alle Klöster des Latmos charakteristische
Einteilung in Hauptburg und Oberburg mit eigener Kapelle, die in diesem Falle am Südwestende liegt
und auf Abb. 22 besonders abgebildet ist. Man bemerkt, daß sie nur mit Hilfe eines überwölbten
Zuganges erreichbar war; im übrigen aber ist sie nur durch die von Natur gegebene höhere Lage, nicht
durch eine Zwischenbefestigung von der Unterburg getrennt.

Die Wohn- und Verwaltungsgebäude des Klosters liegen sämtlich in Trümmern; ihre Umrisse, an
Steinhaufen erkennbar, sind mit schraffierten Linien angegeben. Einer fast durchgehend zu beobachtenden
Regel folgend war eine Reihe von Zellen im nördlichen Teil der Burg angeordnet. Weit besser erhalten
sind die Kirchen und Kapellen, deren im ganzen drei vorhanden sind.
 
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