Kunsthistorische Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses <Wien>   [Hrsg.]
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses (ab 1919 Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien) — 36.1923-1925

Seite: 1_047
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DIE «DEUTSCHE PRACHTBIBEL»
DER WIENER NATIONALBIBLIOTHEK UND IHRE
STELLUNG IN DER BASLER MINIATURMALEREI

DES XV. JAHRHUNDERTS

VON

KONRAD ESCHER.

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Abb. 1. Bibel I, fol. 1.

Wien, Nationalbibliothek, Hs. 2769.

Die aus Schloß Ambras1
stammende zweibändige «Deutsche
Prachtbibel», auf die Herr Prof.
Dr. E. Dürr in Basel den Verfasser
aufmerksam machte und die heute
als Bestandteil der Wiener Na«
tionalbibliothek die Signaturen 2769
und 2770 trägt, ist durch Inschriften
und Wappen als Werk der Basler
Kunst des XV. Jahrhunderts ge*
sichert. Jeder Teil ist zu Anfang
mit dem Wappen des Besitzers ge*
schmückt und auf dem Schriftband,
bezw. der Umrahmung steht im
ersten Teil in gotischen Majuskeln:
«In dem iar als man zalt M"CCCC"
und LXIIIPhat Mattis Eberler diss
bybly lassen machen. Des seil ruwe
in den Friden gocz etc.» Im zweiten
Teil ist die Inschrift beim Wappen
wesentlich kürzer: «Mathis Eber«
ler ano domino (sie!) M. CCCC.
LXIIII.» Noch näheren Aufschluß
bringen aber die Vermerke am

xxxvi.

1 Alte Signatur: Ambras 20, 21.
Michael Denis, Codices manuscripti theo«
logici Bibliothecae Palatinae Vindobonen«
sis,Wien 1873, Vol. I, pars 1, p. 47, N. XXIV,
XXV. — Hoffmann von Fallersleben, Ver*
zeichnis der altdeutschen Handschriften
der k. k. Hofbibliothek zu Wien, Leipzig
1841, Nr. CCLIV. - Das Manuskript wurde
im Sommer 1918 eingereicht. Wegen der
durch den Umsturz verursachten ungünstig
gen Lage konnte es nicht früher zum Druck
gelangen. Im Sommer 1922 hat der Ver»
fasser eine Durchsicht an Hand der Orgi*
nalhandschriften vorgenommen.

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