Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg: eine Vierteljahresschr — 1.1868

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August 1. Hat man das Anniversarium wegen deren erschla-
genen Soldaten am Berg, auch wegen Einnemmung der Stadt und
bishero von Gott vor dem Feind erhalten, zuor^) Ehr Gottes zwey
Aembter von drey Choren mit Trombeten und Heerbaucken statlich
und iuu8ieatit6i' gehalten in xruWsutiu ss) der gantzen Clerisey,
Herren Commendanten, aller Officierer, der Universitet, des Raths
und Bürgerschaft der gantzen Statt.

2. In der Hof- und Staatsbibliothek zu München
finden sich unter den von Mannheim nach München verbrachten
Archivalien Handschriften solche unter dem Namen: Oollsetio
Oaiueruriauu, so genannt von der Familie Camerer, deren
Glieder in pfälzischen Diensten standen, und diese Sammlung von
Briefen und Staatspapieren anlegten; es sind 78 Foliobände. Aus
Nr. 56 und 59 folgende Nachweisungen über Verproviantirung
der Compagnie des schwedischen Hauptmannes Zapfenberg im
Januar 1634 und über die Munition, welche sich in jener Zeit im
Zeughaus zu Heidelberg befand:
u. Alle 10 Tage fordert Kapitän Zapfenberg vermög königl.
schwedischer Ordnung vom 10. January 1634 an gerechnet:

Pfd. Brot Pfd.
Maaß Wein
60
3,
6. Capitain
3 4
Maaß Wein thut in 10 Tagen 40
40
3
4. Leutnant
3 3

„ „ „ „ „ 30
40
3
4. Fendrich
3 3

^ „ ,, „ „ 30
120
3
3. 3 Sergeanten
3 2
,,
„ „ „ " „ 60
80
3
2. 4 Unteroffizier
3 14/2

„ „ „ „ „ 60
120
3
2. 6 Corporal
3 Isis
„ „ 90
60
3
2. 3 Spielleut
3 14/ü
„ „ . . . 45
20
3
2. Prof. Leutnant
3 14/2
" „ ,, ,, -iä
1980
3
2. 99 gem. Sold.
3 1
"
„ », ,, ,, 990
2500
2 Fuder 8 Ohm 4 Viertel.

Hierauf ist mit Kapitain Zapfenberg dahier tractirt und abge-
handelt worden, daß beneben obigen Commiß alle 10 Tag 124
Reichsthaler sambt einer Ohm alten Wein nehmen, und weil die

zur. In Gegenwart.
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