Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg: eine Vierteljahresschr — 1.1868

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n.

Das Stift der Heiliggeistkirche verkauft die Krambuden
zwischen den Wandpfeilern der Kirche an die Stadt
Heidelberg. 23. Juni 1487.^)
Wir dechan und capittel und die vicarien deß kuncklichen stiffts
zum heiligen geist zu Heidelberg gemeynlich bekennen und Lhun kund
offenbare mit diesem brieff für uns und alle unser nachkomen, daß
wir mit wissen, willen und verhengnisse des durchleuchtigen hochge-
borenen fürsten und Herren, Herren Philipsen pfaltzgraven by Rine,
hertzogen in Beyern, deß heiligen römischen richs ertzdruchseß und
churfursten, unsers gnedigsten lieben Herren, ein abrede, vertragk und
rechten redlichen uffrichtigen steten und ewigen verkouf gethan haben,
verkoufen ouch ewiglich in craft dis briefs nrit den ersamen wysen
fursichtigen und erbern burgermeyster, rat und gemeyn der genanten
statt Heidelberg und allen iren Nachkommen alle kreme und fle-
cken, so umb den obgenanten unsern stifft zwischen den pfy-
lern sind und hienfur uff die ledigen flecken gebuwen werden mö-
gen, ußgescheiden wo itzund capellen zwischen denselben pfylern
Wir Dekan und Kapitel und die Vicare des königlichen Stifts zum heiligen
Geist zu Heidelberg mit einander bekennen und thun kund offenbar mit diesem
Brief für uns und alle unsere Nachkommen, daß wir mit Wissen, Willen und auf
Anordnung des durchl. Hochbornen Fürsten und Herrn, Herrn Philipp, Psalzgrafen
bei Rhein, Herzogs in Baiern, des hl. röm. Reichs Erztruchsessen und Churfürsten,
unseres gnädigsten lieben Herrn, Abrede, Vertrag und rechten, redlichen, aufrichtigen,
steten und ewigen Verkauf gethan haben, verkaufen auch ewig in Kraft dieses Briefs
— mit den ehrsamen, weisen, vorsichtigen und ehrbaren Bürgermeister, Rath und
Gemeinde der genannten Stadt Heidelberg und allen ihren Nachkommen alle Krame
(Krambuden) und freien Plätze, die um unsern obgenannten Stift zwischen
den Pfeilern sind und in Zukunft auf die freien Plätze gebaut werden mögen,
ausgenommen wo jetzt Kapellen zwischen diesen Pfeilern stehen und die Kohlen-
kammern auf dem Fischmarkt sollen bei unserm genannten Stift bleiben und
die andern Krambuden und leeren Plätze alle der vorgenannten Stadt Heidelberg
sein und verliehen zum feilem (öffentlichem) Brodkauf und der ganzen Stadt und
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