Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg: eine Vierteljahresschr — 1.1868

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6a26i'n68 zu anderster als nur mir xullmuäsu oder einer Planke
von Borden beschlossen und letzlich das Todtenhäuschen nur ein
Stockwerk!) hoch und von bloßem Holtz angelegt werden solle, dessen
zu Uhrkund ist Ihnen Juden gegenwärtiger Csooiou und Versiche-
rungsschein unter Vordruckung Churs. Hofcammer größern Jnsiegels
und gewöhnlicher Unterschrift ertheilet worden. Heidelberg den 16.
Februar 1702N")

XV.
Jagdrecht der Studenten.
(1655 und 1671.)
1. Churfürst Carl Ludwig überweist den Studenten einen
Jagdbezirk:
Carl Ludwig Pfalzgraf bei Rhein u. i. w. Wir fügen hiemit
zu wissen, daß Wir den Ruckiomo von Unserer UnivorRtot allster zu
Heidelberg, zu bezeugung Unserer ihnen zutragenden sonderbaren gne-
digsten geneigenheit verstauet, verstauen denenselben auch hieurit und
in crafft dieses, vor Unns, Unnsere Erben und Nachkonmwn, in
nachbenambtem Bezirk, alß nehmlich diesseit Neckers von Rohrbach
imd der daselbstigen Linden air, die Landtstraß hinauf biß nacher
Nußloch zu derselbigen Linden inn die laenge, und ül die breitte
von dem zwischen Rohrbach und Leimen gesezten Hasenstock, biß an
den Wald hinauf: Jenseit Neckers aber von Hendtschuchsheim biß
nach schrisheim inn die laenge, und von der landtstraßen ahn biß
an den Waldtgraben in die breitte, zu ihrer ergötzlichkeit mit Roh-
ren dem kleinen Weidwerck nachzugehen unnd zu schießen; doch
mit dem austrücklichen Bedingen, daß es außerhalb Fasten und
Herbstzeit von Ihnen geschehe, und sie durchauß nicht einiger Hunden,
Garn und Stricken sich darzu gebrauchen; lieber doch auch mit allem

^d) Fascikel im Generallandesarchiv zu Karlsruhe: „Der JudenschaU zu
Heydelberg Begräbnuß 1700-1702." (164.)
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