Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg: eine Vierteljahresschr — 1.1868

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Für 1. März 1703/04 traten an die Stellen des verstorbenen
Wilckie und des abwesenden Jung, beide Katholiken, Franz Carl
Ansperg und Franz Niel. Bernhardt,") auch Katholiken.
Im Juni 1734 wurde an die Stelle des verstorbenen Raths-
herrn Leonh. Bock der Vierer der Gemeinde Friedr. Pleik. Gabel
ernannt. Am 8. April 1737 cedirte, mit Genehmigung des Chur-
fürsten, jedoch „ohne Konsequenz" M. Herdegen seine Nathsstelle
an J. Gg. Dieruff, die im selben Jahre durch den Tod des Raths-
herrn und Forstmeisters Coblitz erledigte Rathsstelle erhielt der
Holzschreiber Joh. Vaumhold er mit Beibehaltung jenes Amts. Die
durch den Tod des Biirgermeisters Pleik. Gabel erledigte Rathsstelle
wurde im April 1738 durch den Zuckerbäcker I. Ad. Gabel besetzt.")
Im Jahr 1739 bestand der Rath aus folgenden Personen: Ernst
Ko blitz erster, I. Gg. Dieruff zweiter Bürgermeister; Räthe: I.
Ad. Kreßmann, A. Niel. Faber, Joh. Wolfgang Hartlieb, G.
H. Kür eher, Johann Baum hold er, Albr. Scheu ffler, Michael
Fantina, Heinrich Dieruff, Joh. Ad. Gabel, Hieron. Heilen-
bach. Jur Juni 1739 starb Faber; an seine Stelle kam der Han-
delsmann Josias Mareth. —- Baumholder starb 1746 und Joseph
Alexander kam an seinen Platz. — 1750 genehmigte die Regierung,
daß H. Dieruff seine Rathsstelle an Bierbrauer Christian Schlüssel
eedirt. — An die Stelle des verstorbenen Jos. Mareth kam 1753
Peter Bolz, so daß 1754 der Stadtrath folgendermaßen zusammen-
gesetztwar: Stadtdirektor Schwaan, Anmaltschultheiß Gg. Hertwich,
Joh. Gg. Ludwig und Jaeob Hecht, Bürgermeister; Räthe: Georg
Dieruff, Adam Gabel, L. Lehn, Jos. Alexander, Goldarbeiter
Math. Klingelhöfer, Leonh. Schreiber, Jae. Neudorf, Peter
Bolz, Chr. Schlüssel.
Die durch den Tod des Bürgermeister Jacob Hecht erledigte

Bernhardi war Apotheker. In seiner Bewerbung um die vacante
Rathsstelle machte er geltend, daß er 1697 von Miltenberg nach Heidelberg ge-
zogen sei, hier ein Haus mit großen Kosten erbaut und darin eine Officin her-
gerichtet habe.
Pleik. Gabel war an den Folgen eines „sehr gefährlichen mörderischen
Stiches" gestorben, den er in Frankfurt von einem Juden erhalten hatte.
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