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ERNST PFUHL

geklemmt der Fuss einer theräischen Amphora; dort hat also
ein Grab gelegen.
Grab 89 (109). Das grosse Grab liegt unmittelbar hinter der
Terrassenmauer, von deren Hinterfüllung seine Vorderwand nicht
zu trennen ist. Die Seitenwände sind als Stützmauern gegen den
umgebenden Steinschutt gebaut; Die Rückwand ist stark hinter-
fällt und scheint schräg gegen eine ältere Stützmauer zu stossen.
Von der Nordwand ist nur das kürzere östliche Stück als glatte
Wand gebaut; es endet mit einem gut gemauerten Kopfe ; dann


folgt eine 1,35 m breite Thür, die ziemlich sorgfältig zugebaut
ist; der Steinschutt in dem Schachte davor ist lockerer und
besteht aus kleineren Steinen als der der Umgebung. Die Wände
sind bis zu 1,4m Höhe erhalten; im Schutt fanden sich viele
grosse flache Steine von der Decke. Der Boden ist unregelmäs-
sig gepflastert; die Platten stossen von allen Seiten gegen einen
in der Mitte des Grabes stehenden Steinsarg, der sich dadurch
als erste Beisetzung kennzeichnet. Zum Inhalt des Grabes vgl.
die Planskizze Abb. 14.
1. Λάρναξ aus weichem Kalkstein U 1, mit dem eingefalzten
Deckel und den darauf liegenden Schalen beim Einsturz der
Decke zerschmettert, doch ohne auseinander zu fallen. Auf dem
 
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