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382

E. PREUNER, GRIECHISCHE SIEGERLISTEN

sehen Siegerlisten um Christi Geburt zu datieren seien, wird wie-
der allein darüber ein Zweifel obwalten können, ob der Άμώμητος
der Millerschen Liste mit dem ταύρον πεΑιράκων zu identifizie-
ren oder ob in diesem der Grossvater jenes zu erkennen sei;
nur Gründe zwingendster Art könnten ratsam erscheinen lassen,
die beiden Namensvettern durch noch zwei weitere Generationen
zu trennen. Da das Verzeichnis der πεφηιράκοντες noch die alten
patronymischen Adjektive aufweist, während die beiden Weihin-
schriften Hoffmann Nr. 3 und 4 zwar noch im Dialekte gehalten
sind, aber den Vatersnamen bereits im Genetiv bieten, dürfte sich
diesmal die Annahme von homonymem Grossvater und Enkel
empfehlen und damit die Aufstellung folgenden Stammbaums
und die folgende Anordnung der betreffenden Inschriften :
Φιλοξενίδας
Άμοΰμειτος Άπολλόδουρος
ταύρον πεφηιράκοντες; um 70 ν. Chr.
Φιλοξενίδας ) Αισχυλίς
Hoffm. Nr. 3)4! um 40 v. Chr.
Άμώμητος
M i 11 e r s c h e S i e g e r 1 i s t e um Chr. Geburt.
Dass endlich Δήμαρχος Αισχύνου, der Agonothet in dem Frag-
mente Nr. 6, voraussichtlich in einer Freilassungsurkunde aus
Larisa als ταμιεΰων την πρώτην έξάμηνον wiederkehre (Ussing
14, aus ihm Le Bas II 1235 ; vollständiger Athen. Mitt. 1882,
231 ff. und BCH 1886, 445 ff. Nr 5), hat bereits De Sanctis
angemerkt 1. Daraus dass die Zahlungen in Stateren, nicht in
Denaren erfolgen, ist leider nichts für die Zeit dieser Urkunde
zu schliessen (s. De Sanctis a. a. 0. 21).
Strassburg im Eisass, Erich Preuner.
August 1903.

1 BCH Z. 29 t. liegt die Versuchung nahe, einen Angehörigen der Androsthe-
nes - Themistogenes — Sippe zu vermuten und ή (ραμένη άπηλε u [ΰερ ώσϋαι από
Θεμιστογένους] j τ]οΰ Άνδροσθένους το[ΰ—τοϋ— | σ]τατ;ηρας ιε' zu ergänzen.
 
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