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durch deu Pfälzer Taback, desseu ackermäßiger Bau schou im
17teu Jahrhuuderte eillgeführt wordeu.
Jn der Orteuau erhielten die beideu Aemter Willstätt
uud Lichteuau, welche zur Herrschaft Lichtenberg im beuach-
barteu Elsaße gehörteu, nachdem dieselbe au die Grafeil vou
Hauau übergegaugen deu Ütameu des „Hauauer Läudleius."
Uud da sich desseu Bewohner iu Sitte, Tracht uud Gewerb-
lichkeit vortheilhaft auszeichueteu, so pflauzte sich die Beneuuuug
Hauauer desto ehreuhaster bis heute fort.
Wie aber auderwärts der Wein- und Getreidebau die Laud-
schaftsnameu erhalten half, fo hatte auch hier der H anf, welcher
iu dieser Gegeud vorherrscheud gepflauzt und zu einer bedeutendeu
Handelswaare verarbeitet wird, au der Erhaltung uud Ver-
breituug des Nameus der Hauauer großeu Autheil.
Eine ähuliche Bewaudtuiß hat es mit den „Markgrüfleru"
im obereu Breisgau. Dort erhielteu die Herrschafteu Hachberg,
Badenweiler, Rötelu und Sausenberg, weil sie dem Markgrafeu
vou Badeu-Durlach zustuudeu, den Namen des Markgrafeu-
landes, uud der treffliche Rebeusaft, welcheu dasselbe erzeugt,
hat ihm weithin eineu ehrenhaften Ruf erworbeu.
Dabei dürfeu aber auch die schmuckeu Markgräfleriuen
mit ihrer kleidsameu Tracht und ihr berühmter Landsmanu Heb el,
welcher sie so tresflich geschildert uicht vergessen werdeu.
Eineu nicht weniger verbreiteten Nuf besitzen die „Hauen-
steiuer", das eigentümliche Völklein Les uutereu Alpgaues, wo
berg, F-rankmthal, so daß dort und in England der Namen „Pfälzer"
uberhaupt den dentschen Colonlsten bezelchn«.
20) Die Dynasten von Llchtenberg starben in ihrem Mannsstamme
mit dem Grafen Jacob im Jahre 1480 aus und durch dessen zivei Nichten
kam die eine Hälfte der Grafschaft an den Grafen Philipp von Hanau,
die andere an den Grafen Simon von Zweibrücken; nach 93 Jahren jedoch
ivurden beide Hälften ebenfalls in Folge einer Heirat, nneder in der einen
Hand des Grafen Ph il ip p V von Hanan vereiniget. Später (1736) gedieh
das Ländchen an Hessen-Darmstatt und 1802 an Baden.
21) Jn der Wiese: „Halt mer e wenig stiil, i mill di jetz lntherisch
chleide; 's schickt si nnmme, barfis z'laufe, memme so groß isch. Do sin wisst
Bauwelestrümpf mit chiinstliche Zwickle rc."
Badenia, lll.
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durch deu Pfälzer Taback, desseu ackermäßiger Bau schou im
17teu Jahrhuuderte eillgeführt wordeu.
Jn der Orteuau erhielten die beideu Aemter Willstätt
uud Lichteuau, welche zur Herrschaft Lichtenberg im beuach-
barteu Elsaße gehörteu, nachdem dieselbe au die Grafeil vou
Hauau übergegaugen deu Ütameu des „Hauauer Läudleius."
Uud da sich desseu Bewohner iu Sitte, Tracht uud Gewerb-
lichkeit vortheilhaft auszeichueteu, so pflauzte sich die Beneuuuug
Hauauer desto ehreuhaster bis heute fort.
Wie aber auderwärts der Wein- und Getreidebau die Laud-
schaftsnameu erhalten half, fo hatte auch hier der H anf, welcher
iu dieser Gegeud vorherrscheud gepflauzt und zu einer bedeutendeu
Handelswaare verarbeitet wird, au der Erhaltung uud Ver-
breituug des Nameus der Hauauer großeu Autheil.
Eine ähuliche Bewaudtuiß hat es mit den „Markgrüfleru"
im obereu Breisgau. Dort erhielteu die Herrschafteu Hachberg,
Badenweiler, Rötelu und Sausenberg, weil sie dem Markgrafeu
vou Badeu-Durlach zustuudeu, den Namen des Markgrafeu-
landes, uud der treffliche Rebeusaft, welcheu dasselbe erzeugt,
hat ihm weithin eineu ehrenhaften Ruf erworbeu.
Dabei dürfeu aber auch die schmuckeu Markgräfleriuen
mit ihrer kleidsameu Tracht und ihr berühmter Landsmanu Heb el,
welcher sie so tresflich geschildert uicht vergessen werdeu.
Eineu nicht weniger verbreiteten Nuf besitzen die „Hauen-
steiuer", das eigentümliche Völklein Les uutereu Alpgaues, wo
berg, F-rankmthal, so daß dort und in England der Namen „Pfälzer"
uberhaupt den dentschen Colonlsten bezelchn«.
20) Die Dynasten von Llchtenberg starben in ihrem Mannsstamme
mit dem Grafen Jacob im Jahre 1480 aus und durch dessen zivei Nichten
kam die eine Hälfte der Grafschaft an den Grafen Philipp von Hanau,
die andere an den Grafen Simon von Zweibrücken; nach 93 Jahren jedoch
ivurden beide Hälften ebenfalls in Folge einer Heirat, nneder in der einen
Hand des Grafen Ph il ip p V von Hanan vereiniget. Später (1736) gedieh
das Ländchen an Hessen-Darmstatt und 1802 an Baden.
21) Jn der Wiese: „Halt mer e wenig stiil, i mill di jetz lntherisch
chleide; 's schickt si nnmme, barfis z'laufe, memme so groß isch. Do sin wisst
Bauwelestrümpf mit chiinstliche Zwickle rc."
Badenia, lll.
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