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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 20.1956

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https://doi.org/10.11588/diglit.43787#0031

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Das Alter der paläolithischen Fundstelle am Ölberg bei Ehrenstetten, Ldkrs. Freiburg

Innerhalb der Höhle und
unter dem Felsdach
Außerhalb des Felsdaches
im Schuttkegel
Schicht¬
bezeichnung
Lais Zotz
Ausbildung nach
Zotz
Ausbildung nach
Zotz Lais
Schicht¬
bezeichnung
Zotz ' Lais
Aj,
a
rezenter Humus mit Kno-
chen vom Dachs, Fuchs,
Hasen usw.
wie
in der
Höhle
dunkelbrau¬
ner humoser
Lehm
At
a2
b
rötl.-brauner humusreicher
Lehm mit viel Steinen.
Neolithische Scherben
dunkelrot¬
brauner Lehm
a2
B

fehlt
teilweise
Kalksteine
versintert
gelbliche
lockere Steine
mit Sinter
b
B
C
c
Löß mit Steinen und Spät-
magdalenienfunden
fester, zäher,
gelber Lehm
eckige Steine
mit Löß
c
C
D
d
roter zäher Bohnerzlehm
Bohnerz¬
lehm
steiniger roter
Lehm mit
Sand aus der
Höhle
d
D

In allen meinen Profilen trug die rotbraune Schicht A nur eine dünne humose Ver-
witterungsdecke von brauner Farbe. Humusdecken von einem Meter Mächtigkeit gibt
es in unseren Kalkgebirgen an den Abhängen überhaupt nicht. Die von Zotz mit a
bezeichnete Schicht umfaßt demnach unsere beiden Schichten At und A2. Da die tiefste
Schicht d mit unserer Schicht D gleichzusetzen ist, müssen die beiden Schichten b und c
unseren Schichten B und C entsprechen, also b unserer Sinterschicht und c dem Löß.
Dies wird durch die eigenen Angaben von Zotz23) bestätigt: „Teilweise bestand die
Schicht b lediglich aus Kalksteinstücken, die ... so fest versintert waren, daß sie nur
mit dem Pickel in mühevoller Arbeit gelöst werden konnten“, und an anderer Stelle
wird b als „weiße verfestigte Rogensteinbrekzie“ bezeichnet, „die in der Tiefe mehr
lehmig wurde“. Der Löß war „nur selten als solcher erhalten, sondern gemeinhin in

23) Zotz, L. F., 1928, a. a. O., Abb. 5, 16.
 
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