Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 20.1956

DOI article: DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.43787#0050

DWork-Logo
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
44

Elisabeth Schmid und Rudolf Maier

Macht die typologische Prüfung unsere sehr schöne, elegant geformte Harpune als
Fälschung verdächtig11), so läßt die naturwissenschaftliche Untersuchung ihres Materials
sie als modernes Gebilde erkennen. Gegen diese Feststellungen stehen die durchaus
glaubwürdigen Aussagen der Grenzacher (siehe S. 38), bei denen der Abstand der
seit dem Fund vergangenen dreißig Jahre zwar mitberücksichtigt werden muß, die
aber dennoch recht gleichlautende Berichte ergeben haben. Auch spricht die Tatsache,
daß die Harpune schließlich dem Tübinger Institut geschenkt wurde und nicht bei
einem Antiquitätenhändler in Basel gegen die damals besonders begehrten Franken
vertauscht worden ist, für die Zuverlässigkeit der einstigen Besitzer. Wie, wozu und
von wem dieses Stück den Arbeitern der Kiesgrube in die Hände gespielt worden ist,
bleibt vorerst ungeklärt.
Da einerseits zwischen unseren Ergebnissen und den Berichten der Grenzacher keine
Übereinstimmung herzustellen ist, andererseits jedoch die Harpune schon in der Lite-
ratur genannt ist (siehe Anm. 1), sie auch in Gesprächen immer wieder auftaucht,
hielten wir es für angebracht, sie in aller Ausführlichkeit vorzulegen.

Freiburg i. Br.

Elisabeth Schmid und Rudolf Maier

n) Auch unter den 98, von Thompson auf einer Tafel soeben zusammengestellten Harpunen hat
keine einzige auch nur annähernde Ähnlichkeit mit dem vorliegenden Stück (Proceed. Prehist.
Soc. f. 1954, Dez. 1955, 197).
 
Annotationen