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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 20.1956

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https://doi.org/10.11588/diglit.43787#0181

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Fundschau 1952—1953: Mittlere Steinzeit

175

St. Ilgen (Heidelberg) „Sandbuckel“, 1 km SW.
Bei Grabungsarbeiten in der bronzezeitlichen Kulturschicht (vgl. Bad. Fundber. 19,
1951, 45 ff. u. 138) wurden in der Verlehmungszone weitere mesolithische Funde ge-
macht. Neben Werkabfällen fanden sich: ein Kernhobel, zwei Mikrolithe, zwei Schaber
sowie einige kleine Klingen (vgl. Bad. Fundber. 19, 1951, 110).
Mtbl. 32/6618 Neckargemünd. (Hormuth)
Sinsheim (Bühl).
1. „Ebenung“.
Bei Geländebegehungen in den Jahren 1951/52 wurden auf dem durch Rigolen aus-
geglichenen Rebhang nur noch wenige Siliccs gefunden. Neben zehn Abschlägen und
Klingenbruchstücken liegt eine Klinge mit retuschierter Kante vor (vgl. Bad. Fundber.
19, 1951, 39) (Bü 52/2).
2. „Kartung“.
Auf der Fundstelle K 1 wurden bei Geländebegehungen im Jahre 1952 ein Silex-
fragment, auf dem Platz K 2 ferner 26 Abschläge, Klingen und Rohstücke sowie sechs
Silices mit Bearbeitungsspuren gesammelt (vgl. Bad. Fundber. 19, 1951, 39) (Bü 52/3).
3. „Satz“.
Bei Geländebegehungen im Jahre 1952 wurden an der Seite der frisch rigolten Kuppe
eine größere Anzahl von Silices gefunden. Es waren 45 Klingen, Abschläge und Bruch-
stücke, darunter das Bruchstück eines beidseitig retuschierten Messers, ein kleiner
Kratzer, das vordere Bruchstück eines Mittelstichels und ein kleines Dreieck. Es war
verschiedenes Silexmaterial verwendet worden, vorwiegend aber Malmjaspis (vgl. Bad.
Fundber. 19, 1951, 40) (Bü 52/4).
4. Ortsteil Halberstung „Im Halberstunger Feld“.
Von der schon bekannten Fundstelle H 2 wurden 42 Silices, meist Bruchstücke und
Abschläge, aber auch einige Klingen und ein kleiner Mittelstichel geborgen, dazu ein
kleiner Scherben (vgl. Bad. Fundber. 19, 1951, 41) (Bü 52/5).
Mtbl. 66/7214 Steinbach. — Verbleib: Stadtgeschichtl. Slg. Baden-Baden. (Braun)
Staufen (Müllheim) „Auf dem Rempart“.
Vom abgeregneten Baugruben-Aushub des neuen Schulhauses wurden 1953 fünf Silices
aufgelesen, darunter ein Mikronucleus und eine kleine Klinge aus Muschelkalkhorn-
stein. Auf diesem leicht geneigten Südhang lag offenbar einst eine mesolithische Sied-
lung, die später verschwemmt worden ist. Dies weist darauf hin, daß auch an anderen
Stellen mesolithische Reste meterhoch von Hanglehm überdeckt worden sind (Mü 53/1).
Mtbl. 128/8112 Staufen. — Verbleib: MfU. Freiburg. (Unser)
Unzhurst (Bühl) „Fünf Heimburger Wald“.
Funde auf diesem Gewann s. unter Muckenschopf (Kehl).
Das Gewann „Fünf Heimburger Wald“ erstreckt sich auf die Gemarkungen Greffern,
Muckenschopf und Unzhurst.
 
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