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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 20.1956

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https://doi.org/10.11588/diglit.43787#0202

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196

Fundschau. 1952—1953: Steinbeile

B) Steinbeile
Baden-Baden, Stadtteil Baden-Oos „Auf der Eichtung“.
Von der Fundstelle Ei 2 konnte 1952 neben dem mesolithischen Silexmaterial (vgl. Bad.
Fundber. 19, 1951, 33) auch ein Steinbeil in Schuhleistenform aufgelesen werden. Es
besteht aus ziemlich weichem, serpentinartigem Gestein. Das Stück ist sorgfältig voll-
ständig zugeschliffen. Aber auf dem Nacken zeigen Klopfspuren, daß das Stück bei
Holzarbeiten als Meißel verwendet worden ist und wohl nicht geschärft war (Taf. 35, 1).
L. 8,8 cm; Br. an der Schneide 3,95 cm; größte Di. am Übergang Fläche zu Schneide
1,6 cm (Ba 52/3).
Mtbl. 67/7215 Baden-Baden. — Verbleib: Stadtgeschichtl. Slg. Baden-Baden.
(Braun-Schmid;
Bettingen (Tauberbischofsheim), aus dem Main.
Als Baggerfund aus dem Main, der 1952 von Heinz Nenner, Bettingen, aufgelesen
wurde, legte Hptl. M. Hoerner ein Steingerät vor: Hochrückiger Schuhleistenkeil aus
fast schwarzem, dichtem, feinschiefrigem Kristallingestein, an der Bohrung abgebrochen,
L. 18,3 cm, H. 4,5 cm, Bohrung 1,5 cm Dm. (Taf. 35, 6) (5253).
Mtbl. 3/6223 Wertheim. — Verbleib: Archiv Karlsruhe. (Dauber)

Eberfiingen (Waldshut) „Gürtelsteig“.
Jagdaufseher Adolf von Dergernau fand 1952 beim Verfolgen einer Wildschweinspur
am Waldrand, der an die Gemarkung Eberfingen stößt, ein rechteckiges Steinbeil aus
Amphiboht., Das Stück ist sorgfältig geschliffen und hat seine größte Dicke dort, wo der
Schliff der Schneide an die der Fläche stößt. Die eine Längsseite ist durch Picken zu-
gerichtet, die andere trägt stärkere Schlagspuren. L. 8,2 cm; gr. erh. Br. am Nacken
4,9 cm; Di. 2,4 cm (Wa 52/1).
Mtbl. 144/8216 Stühlingen. — Verbleib: Heimatmuseum Waldshut.
(Schneider, Schmid)
Eichelberg (Sinsheim) „Steinacker“, 2,5 km W.
Bei der Ernte 1949 fand der Landwirt Josef Karch, Odenheim, auf dem Grundstück
Lgb. Nr. 1773 einen Steinhammer aus graugrünem, schiefrigem Gestein. Das Stück ist
alt abgebrochen und stark abgenützt. L. 9,4 cm, Br. 5,1 cm, Di. 4,1 cm (Taf. 35, 5)
(5236).
Mtbl. 47/6818 Odenheim. — Verbleib: Kraichgaumuseum Bruchsal. (Hormuth)

Impfingen (Tauberbischofsheim).
1. „Hinterm Holz“, 3 km NO.
1951 fand Landwirt Alban Müller auf seinem Acker Lgb. Nr. 4610 einen kleinen band-
keramischen Arbeitshammer, der durch spätere Bohrung aus einem abgebrochenen
Schuhleistenkeil gefertigt ist. Olivgrünes, schiefriges Gestein mit stark verwitterter
Oberfläche. L. 7,6 cm, konische Bohrung 1,2 — 1,6 cm (Taf. 35, 2) (5202).
 
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