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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 20.1956

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https://doi.org/10.11588/diglit.43787#0246

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Rundschau 1952—1953: Römische Zeit


1. Grundriß. Von den Grundmauern des 35 X 21 m großen, nicht unterkellerten Ge-
bäudes war fast die Hälfte ausgebrochen; ihr Verlauf konnte indes in den Ausbruch-
gruben nachgewiesen werden. Die Beseitigung der fehlenden Mauerteile hat sicher zu
verschiedenen Zeiten stattgefunden, so daß ein in der Nähe eines Mauerausbruchs an der
Südseite gefundener Heller (Kaiser Franz II.) von 1800 nur eine, vielleicht letzte dieser
Zerstörungen belegt. Der Grundriß zeigt zwei schmale Räume von 11,4 X 4,3 m und
21 X 4,3 m (innen) entlang der Südwand und einen großen 33 X 14,5 m messenden
Raum auf der Nordseite des Gebäudes, der mindestens im Fundament nicht unterteilt
war. Die Stärke des aus schwach gemörtelten Muschelkalkbruchsteinen geschichteten
Fundamentes betrug 0,9 m. In verschiedenen Teilen des Gebäudes, besonders in der
Nähe erhaltener Mauerzüge, wrar eine dünne Brandschicht erhalten. Wie schon 1940,
konnte auch jetzt wieder im Westteil des Gebäudes dieser Brandschicht eine große
Menge verkohlten Getreides entnommen werden, das von Prof. Dr. A. Fietz-Ispringen
untersucht wurde (s. u.).
Ebenfalls unter dem Westteil des Gebäudes konnten in 0,6 m Tiefe Teile von zwei
jungsteinzeitlichen Siedlungsgruben nachgewiesen und teilweise untersucht werden
(vgl. S. 193).
2. Funde: In dem kleinen Raum an der Südostecke des Gebäudes:
a) 1953. Säule mit profilierter Basis aus gelbem Schilfsandstein, H. noch 97 cm, Basis:
30,5 X 32 cm.
 
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