Becker, Wilhelm Gottlieb; Tauber, Andreas [Editor]; Pursh, Frederick [Editor]; Block, Ludwig Heinrich von [Editor]
Der Plauische Grund Bei Dresden: Mit Hinsicht Auf Naturgeschichte Und Schöne Gartenkunst ; Mit fünf und zwanzig Kupferblättern — Nürnberg, 1799

Page: 41
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wovon er eine schiefrige Textur erhalten hat; die zweite und. sünfte sind meist
lichte aschgrau; und die dritte und vierte dunkel aschgrau ins bläulichschwarze
lieh ziehend. In diesen beiden ilt zuweilen Kupferkies eingesprengt.
Das fchwarze
Unter der Sohle dieses Kalksteinlagers folgt wieder Thonschiefer nach einer
wahrscheinlichen Berechnung auf 12 Ellen in die Tiefe hinab, und dann ein Lager
schwarze Kreide- Denn den darüberliesenden Thonschiefer und dieses Kreidenlaser
dazu hat man niemals durchsunken, sondern letzteres nur bei dem Gewinnen des
gleich darunter liegenden zweiten Kalksteinlagers bisweilen stückweise mit herab-
geschossen« Es kann höchstens nur | Ellen stark seyn. Da man hier aber nur aus
seinen Äusstrich trift, so sleht immer noch zu vermuthen, dass er nach der Tiese zu
stärker werden dürfte. Diese schwarze Kreide ilt von bläulichschwarzer Farbe und
dicksehiefrig, aber zu hart in ihrer Art, als dass man irgend einen vortheilhaften
Gebrauch davon machen könnte.
. Das Alaun fchieferlager.
Unter dem schwarzen Kreidenlager liegt noch ein nur etliche Zoll siarkes
Alaunschieferlager. Dieses enthält glänzenden Alaunschiefer, der aber mit viel
kurzen dünnen Lagen von aschgrauem seinkörnigen, mitunter auch graulich-
weissen Kalksteine durchzogen ist und dadurch eine krummsehiefrige Textur,
das Ganze aber ein ziemlich slasriges Ansehen erhalten hat. Da dieses hier
ebenfalls nur der Äusstrich ist, wo er bei dem Schiessen des darunter liegenden
Kalksteins bisweilen mit der schwarzen Kreide herabstürzt, so könnte sein Lager
nach der Tiefe zu ebensalls auch stärker und reiner angetrossen werden.
Das zweite Kalkfieinlager.
Endlich kömmt das zweite Kalksteinlager, aus welches vorhergehendes
unmittelbar aussiegt. Es ist zwischen g und 10 Ellen mächtig, und scheint,
wegen seiner meist perpendikularen Zerklüstung und Ablösung, von seinem
Hangenden herein, wie man sagt, auf dem Kopfe zu stehen ; etwan von

Kreiden lasrer.
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