Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Büttner, Nils [Editor]; Koch, Anne-Katrin [Editor]; Zieger, Angela [Editor]; Schneidler, Friedrich Hermann Ernst [Editor]; Ausstellung Buch - Kunst - Schrift: F. H. Ernst Schneidler <2013, Offenbach am Main> [Editor]; Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart [Editor]; Klingspor-Museum Offenbach [Editor]; Bertram, Gitta [Oth.]
Buch Kunst Schrift: F. H. Ernst Schneidler ; [diese Publikation erscheint begleitend zur Ausstellung "Buch - Kunst - Schrift: F. H. Ernst Schneidler", Klingspor-Museum Offenbach, 10. März bis 5. Mai 2013] — Stuttgart, 2013

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.38908#0162
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
Wie eine Bleisatzschrift entsteht.
Vom Entwurf zur Herstellung
Paula

Im Lexikon des gesamten Buchwesens,
Stuttgart 2007 ist die folgende Definition der
»Schwarzen Kunst«zu lesen:»Schwarze
Kunst, Begriff in Sebastian Brants 1494 in
Basel ersch.(ienenem) >Narrenschiff<.
Hier ist die neue >Kunst< der mechanischen
Übertragung der schwarzen >Tinte<
gemeint, also das Drucken. [...].«In: Severin
Corsten [u.a.] (Hrsg.): Lexikon des gesam-
ten Buchwesens, zurzeit 8 Bände, Stuttgart
200/, Bd. VII, S. 17.

Einleitung
Das Buch. Es besteht traditionell aus bedruckten gebundenen
Blättern, die - fast wie in einer schützenden Geste - von
einem verstärkten Einband umhüllt sind. Die Blätter sind
meistens mit schwarzen Buchstaben bedruckt, die zu Wör-
tern und Texten kombiniert sind. Je nach Inhalt und Art des
Buches sind die Blätter mit manchmal verschiedenen Illustra-
tionen oder Fotographien versehen. Der Mehrheit der Leute
geht es um den Inhalt und sie betrachten zumeist ein Buch
als ein Arbeits-, Studien- oder Erholungsinstrument. Außer
dem »normalen« Leser und Bücherkäufer gibt es jedoch Men-
schen, die man als »Bibliophile« bezeichnet, also Buchliebha-
ber, die ein Buch als Kunstwerk betrachten, wobei viel Wis-
sen, Leidenschaft und Erfahrung gefragt ist. Besonders ein
im Handsatz gesetztes Buch weckt das besondere Interesse
der Bibliophilen. Ein derartiges Buch in der Hand zu halten,
vermittelt eine komplexe Erfahrung, die eine ganze Reihe von
Gedanken hervorrufen kann: über das Papier, die Form der
Buchstaben und aller Schriftzeichen und über ihren Entwer-
fer, eventuell über die Gießerei, in der die Lettern gegossen
wurden, über das Alter des vorliegenden Alphabets und des
Buches und darüber hinaus noch vieles mehr. Nicht zuletzt
bietet der direkte Kontakt mit dem Buch ein beeindrucken-

171
 
Annotationen