Chronik der Stadt Heidelberg — 8.1900 (1901)

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IX.

Nevolkerungsvorgänge. SlrrblichkM.
Totenschsu.

Die Anzahl der Geburten betrug im Jahr 190V nach den Listen
dcs Standesamtcs (s. Seite 13 und l4> 1363 sl899: 1459), von
welchen 55 Toigeboreue maren. Die Anzahl der Todesfälle belief
sich auf 1006 (i889: 945), mit den Totgeborenen auf 1061; von
diesen 1006 starben 381 in den akademischen Krankenhäufern. *)

Über die Einzelheiten der Bevölkerungsbewegung, besonders die
Pcrteilung Ler tfieburlen und Todessälle aus die einzelnen Monate
und die Ursachen der Todessälle vergl. Beilage 111.

Tokrnschau.

Auch in diesem Jahre in der Verlust an Toten, deren wir an
dieser Stelle zu gedenken habe», ein besouders großer und schmerz-
lichcr gemesen; wir haben Männer vcrloren, deren Hingang nicht
nur in den Kreisen der hiesigen Bevölkerung beklagt wird, sondern
weit tiber unsere Stadt hinaus allgemeine Teilnahme erregt hat.

Am 6. Januar starb inEdinem Alter von 76 Jahrcn nach
kurzem, aber schwerem Leiden der Tomänenrat a. D. Taver Futterer,

*) Die Zahl der Feuerbestaltuiiften im Jahr 1900 betrug 146, zcigt also einen
Rückgang von 6 gegen 1699. Dieser Riickgang erklärt fich aus der Errichtung
dcr Feiierbcstalliiiigsan'ialt in Offenbach. Di« 146 Bcstattnngen vcrteilten stch
so: Heidelberg 38, ANiltgart 19, KarlSruhe 12, Mannheim 1l, Badcn-Baden
und Wiesbaden jc b, Hcilbronn 4, Neustadt a. d. H. 3, 7 vcrschiedene Städte

8500 Mk. berrägl.
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