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Friedländer, Ernst
Ostfriesisches Urkundenbuch (Band 2): 1471 - 1500 nebst Nachträgen und Anhang — Emden, 1881

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https://doi.org/10.11588/diglit.1951#0004
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IV Vorwort.

buches sind ja hoffentlich nicht ein für immer abgeschlossenes Ganzes, sondern nur der
. Anfang einer längeren Reihe ähnlicher Arbeiten für die Ostfriesische Geschichte und finden
hoffentlich bald eine Fortsetzung, welche für das XVI. Jahrhundert sehr interessanten Stoff
für die Landesgeschichte und für die Geschichte des Beformationszeitalters bringen würde.
iSo mag denn das Ende des XV. Jahrhunderts nur einstweilen der Schluss des Werkes
sein, bis der noch reichlich vorhandene historische Stoff des XVI. Jahrhunderts etwa unter
dem Titel: „Urkunden und Aktenstücke zur Geschichte Ostfrieslands" zur Wiederauf-
nahme der vorläufig unterbrochenen, meinerseits allerdings endgültig abgeschlossenen,
Arbeit lockt.

Wie es bei Sammlungen von Urkunden leicht zu geschehen pflegt, dass hie und
da ein Stück übersehen oder noch späterhin aufgefunden wird, dass sich eine ganz neue
Quelle erschliesst oder dass während des Sammehis Druckwerke erscheinen, welche noch
manches werthvolle Diplom veröffentlichen, so ist es auch dem Ostfriesischen Urkunden-
buche ergangen, und es ist nachträglich der Druck von 135 Nummern nothwendig ge-
worden (Nr. 1675—1809). Es haben hierzu mehrere Archive und Private und viele
Druckwerke beigetragen; die stattliche Zahl von gegen 40 dieser Kachträge lieferte allein
die Koppmann'sche Edition der Hanserecesse Bd. IV. und V. Und das kommt daher,
dass mir in Hamburg auf meinen Reisen, die ich auch dorthin zum Zusammenbringen
des urkundlichen Stoffes unternahm, nur Originalurkunden mitgetheilt worden sind und
die grosse Reeesshandschrift des dortigen Archivs unzugänglich blieb, so dass mir damit
auch der inhaltlich bedeutende auf Ostfriesland bezügliche Theil derselben entgehen
musste. Ich freue mich, dass ich die merkwürdigen Stücke nun doch wenigstens in den
Nachträgen noch dem Ostfriesischen Urknndenbuche zuführen konnte.

Ausser den Nachträgen fügte ich am Schlüsse als Anhang zwei Bruchstücke von
Heberegistern hinzu, welche zwar beide schon früher gedruckt, dennoch dem Urkunden-
buche eine, wie ich hoffe, willkommene Zugabe sind, weil sie die Namen vieler Orte
im heurigen Ostfriesland und in dem benachbarten Westfriesland und dazu viele Personen-
namen in der ältesten Gestalt enthalten. Für beide Register konnte ich die Original-
handschriften benutzen und dadurch an mehreren Stellen richtigere Lesarten mittheilen.

Was die Herkunft der in diesem zweiten Bande abgedruckten 915 Urkunden be-
trifft, so sind die Quellen im Allgemeinen dieselben und ebenso ergiebig geblieben, als
sie sich schon im ersten Bande erwiesen hatten. Neu hinzugekommen sind die folgen-
 
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