Friedländer, Ernst
Ostfriesisches Urkundenbuch (Band 2): 1471 - 1500 nebst Nachträgen und Anhang — Emden, 1881

Sheet: 700
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700 1406.

unde wedder dar to, boven vruntlike voreninge unde besegelde breve, de wy unde se tosamende
den steden geven unde besegelt hebben, worumme wy ju gerne behegelik willen wesen unde helpen
keren mit allem dat wy vormogen, alse wy in vortiiden ok er ju togescreven hebben; unde hadden
uns vormfidet, gy wolden ju vurder darane bewiset hebben, de vitalienbrodere to vorstorende,
ere untholders unde heghere. Na den tiiden mochte wy mit Hisseken unde mit den van Emeden
eene gude sone gehat hebben, dat wy dar umme leten, dat unB untböden unde bidden leten juwe
mederadmanne, de nu to sunte Martin dage to Groninge weren, dat wy des nicht en deden unde
unthelden uns so lange, dat se wedder to hus quemen, se wolden mit den steden spreken unde
uns wedder scriven, worna wy uns richten mochten; men de rad van Bremen heft uns to weten
gedan by unsen boden, wo gi en togescreven hadden, dat kortliken sal werden eene vorgaderinge
der stede, de dar mede tohoren, so sulle uns wol een antwerde werden, dar wy doch neene
enkede tiid van weten, wo kort dat sehen sulle, wente wy unde unse vrunde van unser wedder-
partye unde den vitalienbrodern groten vorderfliken schaden nemen an vordelginge, des uns neen
not were, hadde wy uns nicht untholden up juwe antwerde umme juwer mederadmanne bede
willen. Worumme wy ju vruntliken bidden, dat gi uns noch by dessen boden laten weten, wer
wy uns up juwen trost unde hulpe noch lenger sullen untholden unde wo lange. Weret over,
dat gi dar vurder nicht to don wolden", dat de vitalienbrodere vorstoret wurden, dat gi denne
des vordocht sin, dat wy ju dyt so vake hebben toscreven, dat wy mit Iyve unde mit gude des
gerne by ju unde dem kopmanne wolden hebben bleven overbodich wesen to donde, wes wy
van unser breve wegen den steden plichtich weren, unde willen darmede ungemanet denne
wesen, oft wy unse beste hirna proveden, unde mit Hysseken unde mit den van Emeden zoneden
unde de wege vunden, dat wy unde unse vrunde tomale nicht vordervet wurden. Hirup provet
de körte ungesumet, wat nutte is. Gescreven under unsem secrete, ara achten dage der hilgen
dryer koninge.

Kene, tom Broke hovetlingh.

1742 (199)* '

Sehlogs Heidelberg, 18. März 140G.

König Ruprecht beurkundet} dass die Boten der Friesen Johann Schüver und Bernhard
Holthusen vor ihn gekommen seien mit Briefen, besiegelt sigillis terrarum Estergivis et Wester-
givis, loorin im Kamen des ganzen Friesenlandes um Bestätigung der demselben von Karl dem
Grossen verliehenen Privilegien gebeten ward. Der König erinnert sich nun, zweimal den Friesen
schriftlich aufgetragen zu haben, dass sie ihre Bevollmächtigten zu ihm schicken, um über die
Angelegenheit mit ihm Verhandlungen zu -pflegen. Nachdem aber nunmehr ein Jahr verstrichen,
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