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Friedländer, Ernst
Ostfriesisches Urkundenbuch (Band 2): 1471 - 1500 nebst Nachträgen und Anhang — Emden, 1881

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https://doi.org/10.11588/diglit.1951#0052
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44 1474.

942.

Gräfin Theda entlässt den Sohn des verstorbenen Sirk zur Friedeburg, Folkevt, aus der Gefangen-
schaft und trifft Bestimmungen zu Gunsten der rechten Erben des Sirk und über Besitz- und Rechts-
verhältnisse der eingenommenen Friedeburg und der dort gefangenen Mannschaften.
Orig. Perg. im Grossherzoglichen Archive zu Oldenburg.

20. Dezember 1474.

Wy Thede, grevynne in Oestvriesland, voir uns, unse kyndere, Hero Ommekens to Ezense,
Stedestorpe unde Witmunde hovetlingh, bekennen openbair in dessen breve voir allessweme, dat
wij zelighen ') Syrkes sone tor Vredeborch myd synen knechten unde Imeslueden, unsen vanghenen,
scheiden qwijd erer vengknisse, lofften unde eden, soe se uns unde den unsen hebben ghedaen.
Oek soe schollen unde willen de knechte unde huesluede, de in Ede Wymmeken unde Ede
Boynges ghebede ere vanghene synd, erer venghnisse, lofFte unde ede qwijd maeken sunder eren
schaeden. Oek wedderumbe de vanghenen, de tor Vredeborch ghegrepen synd üth Ede Wymme-
kens unde Ede Boynghes ghebede, schollen wedder to jegheners wesen to qwitende offte myd
schattinghe jeghen zeligen Syrkes knechte unde huesluede, de in desser vorg. Eden to Jever unde
Eden Boynghes vengknisse synd, Soe denne Folkert, Syrkes sone vorscr.,') up synen vrygen
voeten myd vrygen willen unde walberadenen moede deme erbern mester Tyaerde, kerekhern to
Awrike, unde Haeren to Sybekeweerden, seligen Syrkes oheme unde broedere, den rechten erven
tor Vredeborch, de borch hefft upghelaten, dairmede to doende unde to latene nae eren willen,
de se voirt in unse hand unde ghewalt to der ghemenen Vresen besten hebben ghegeven, hebben
wij Thede grevynne voir uns, unse kyndere unde erven myd eren willen dat erve in Broeckmer-
land, zo vele des seligen Syrke toquam, synen rechten erven unde kynderen to bruekende, to
latene vryg reken unde unbeworen to eren besten wair se willen; desghelijken scholen zeligen
Syrkes rechte erven unde kyndere, zeligen Syrkes hues to Ezense besitten unde brueken unde
laten, waer ze dat willen; voertmeer soe schollen unde moeghen zeligen Syrkes erven unde kyn-
dere alle erveguedere, de Syrck naeghelaten hefft, ze syn gheleghen in wat lande unde ghebede,
dat yd sy, besitten unde bruekende wesen, daer wij en myd all unsem vlyte unde vormoeghe
willen behulpelick inne syen, offt en des noyt unde behoeff woerde, wair wij können unde moeghen
myd rechte. Voirtmeer wanneer wij uns myd Eden Wymmeken umme de Vredeborch vorlykenen
unde voerenyghen, willen wij Syrkes knechte myd breven unde zeghelen van en dairan soe be-
sorgen, (dat) he ze umme deswillen haeten noch veyden en schall to jenighen tijden; oek allen
knechten und huesluden nu tor Vredeborch wesende hebben wij vorlaten unde vorlaten jegen-
wordighen in krafft desses breves alles unmoedes unde anspraeke in desser veyde vorresen, is sy
van woerden effte werken; welck oek van densulven knechten offte hueslueden in Reepsolter edder
Merxer kerspellen edder anders in unsen ghebeeden, zoe se eer ghedaen hebben willen wonen,
willen wij ghunnen unde tolaten, unde ze by erer rechticheit unde den eren, zo se by zeligen

»43. i) VergJ. Wiarda II. Seite 93, der 1475 angiebt.
8) unehelicher Abstammung.
 
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