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Friedländer, Ernst
Ostfriesisches Urkundenbuch (Band 2): 1471 - 1500 nebst Nachträgen und Anhang — Emden, 1881

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https://doi.org/10.11588/diglit.1951#0190
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182 1482.

ander junckeren segel. Wanner dan mijne gnedege frawe wilt unde myn oldeste junckher to
dem abbet selver komen mach, so sal myn genediger junckher, junckher Uko syne gereehticheit,
dey he irkregen heft durch dey belenong, stellen aen mynen oldesten junckher, und der unt-
fengt dat leen ind werdt dess forg. abbetz deynstman, ind myn junckher Uko werdt synes eydes
ledicb, den er dem abbet gedaen hedde, men darff oeck Sonderlings neyne kost offte hergewe
betalen in dussem punte.s)

Item dey belenonge tho untfaen kostet nicht meer dan deme schrijver 2 offte 3 gülden.

Item als myn junckher dan die investituer offte dey belenong hedde, soe mochte myn
junckher dan den hoff aensprccken als syn vederlick und moderlick erve, und laten Roloff vurscr.
van Langen den hoff verbeyden durch dat gericht daer der hoff gelegen ys; wolde dan Roloff
vurscr, van Langen wedderstant doen, soe solden sich dan myne junckhern beropen tho den leen-
heren und sijnen mannen, den dat gericht thobehoert und anders nyemant. Offte men mochte
dat gerichte laten rosten in den eyrsten und eyne gütliche vermanonge senden an Roloff vurscr.
durch schrifften des abbets, dat he dat guet leit komen an myne junckhern, als an die rechten
erven, in deser formen: „Wyr abbet van AVerden etc. laten ju Roloff van Langen weten, dat
dey edele Juncker N. in OeBtfrieslant etc. gewest ys bij unss und sick laten beleenen an den hoff
van Brae als eyn recht erffgename greve Ulrichs sijns vaders, und belcaget, dat gij em denselven
hoff inhaldet tho unrecht etc., begeren dairumme, dat gy em den hoff willen laten volgen; offte
wolde gij des nicht doen und he vorder gereehticheit an unss woirde solchen, moist wyr den
doen als deynstmanssrecht ys ind em dat gericht oppenen etc."

Item wolde Roloff van Langen vurscr. dan noch dat guet nicht laten und myn erwerdige
vrouwe offte myne junckeren wolden dat gericht hebben, soe moeste men den abbet bidden um
dat gericht tho beropen aldus, dat hee dey leenmann tho em leist komen 8 ofte 12 offte meer,
und de senden gerichtlick eynen boedden tho Roloff vurscr. van Langen, dat he kome und doe
sijn antwort bynnen 6 wecken und 3 dage; und wanner de 6 wecken und 3 dage vorleden sijnt,
moiten deselve leenmanss komen und warden des gerichtes, und kumpt dan Roloff nicht, soe
moit men den vurscr. Roloff noch eynen boiden senden gerichtlick bynnen dersoelffter tyet,
6 wechen 3 dage, und kumpt he dan noch nicht, soe synt desolfften mans dair und senden em
tho den derden maell eynen baidden, bynnen 6 wecken 3 dage, als vurscr. ys, tho komene. Blyfft
Roloff vurscr. dan itt van den gericht und en sendt oeck nynen procuratoir, soe vermach dat
gericht em üt den guede tho setten und tho verwysen van den guede sonder alle appelacien,
und dat is bynnen dren jaren gescheit eynen leenman gesetten under den hertogen van Cleve,
und de hertich behelt dat ordell in syner macht. (!)

Item dyt boedengelt moste myn erwerdige vrouwe utgeven van stunden aen t!io allen tyden
in den gericht.

Item myne erwerdige vrouwe offte myne gnedige junckeren moisten den abbet eynen van
den leenmannen tho bürge setten, den gericht genoieh tho doen; dese clausule „genoieh tho
doen" hefft in sich beslotten genoieh to doeu vur de kost, de dey leenmannen vortereu in deme
dage sij bij eynanderen sijnt, und voir den schaden, den eyner van den leenmannen mochte

3) Dieser letzte Satz von „Wanner" an ist am Rande nachgetragen.
 
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