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Friedländer, Ernst
Ostfriesisches Urkundenbuch (Band 2): 1471 - 1500 nebst Nachträgen und Anhang — Emden, 1881

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https://doi.org/10.11588/diglit.1951#0442
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434 1495.

und willen holden unverbroken in wyse hiema besehreven, und in dusse broederschop niemand
tho nemen, he en sy schipper oder boetsman, de tot sewart segelen und der broederschop voll-
doen wyllen.

In dem ersten, dat alle schippers und boetsmans, de dusse broederschop begehren, de Bullen
jelick leenen in de eere unses hilligen patroens sancti Clementis einen golden gülden ein jähr
lanck, und gheven ein pondt wasses, und sal densulven golden gülden by hem holden, sunte
Clemens beste daermede to doene, ein jähr lanck, und na dem jähr sali he den schaffers reken-
schop daeraff doen alst gewohnlick is, und all de gemeine broeders datt, und so is seyn geld
weder vrey, und of dat quame van ungevall, datt dat geldt verlohren worde, so salt hem sulven
verlohren syn uud nicht sunte Clemens, tho verstane datt gelehnde geldt.

Vortmeer sali men up sunte Clemensdagh singen eine missen tor eeren Godes und sunte
Clementis, und ein jelick broeder eder suster de toe hues is, sali offeren als men de statien
hold, als zede und gewohnte is in allen broederschoppen und gilden, by einen ponde wasses
tho broeke.

Vortmeer schoelen hebben dusse broeders und susters itlickes jaers eine vrundlicke ver-
gaderunge, und by malkanderen komen des sondages na aller kinder dage, daer se leeffeliken
Bullen drincken ein tonne beer, daer itlick tüchtig und vrome sali syn; so wee daer kyfft offte
ongeneugte maekede, de beyden kyvers sullen itlick verbroken ein pondt wasses. So sullen in
dusser broederschop wesen twee oldermans en veer schaffers, und de oldeste van den schaffers
sali itlickes jaers affgaen, und einen nigen *) in de stede kiesen, und de dan affgehet sali des
jahrs de broederschap deenen alst gewohnlick is, und sali wesen vorplichtet des middaegs ter
maltydt tho spysen twee preesters, de schoelmester und de koster uth syn selff gudere mytten
beer de maaltydt lanck.

Vortmeer sali men holden rekenschop des naesten dages, aiss de broederschap gedroncken
is, und ein jedlick broeder de daer geldt van hefft, sali daer komen und doen rekenschop den
oldermans und schaffers, und drincken dann een halve tonne beers.

Vortmeer sali men des naesten maendages daerna, aiss de broederschop gedroncken is,
begancknisse holden over de seelen der broeders und susters, de uth de broederschop verstorven
syndt mytt vigilien und seelmissen, daer de susters alle over offeren sullen mytt wasslychten,
alst zedelyck und gewohnlyck is, teu müssen een uyt itlicken huese der broederschop daer tho
wesen, itlicken by einen ponde wasses broeke.

Vortmeer als jemand, mann eder vrauw, uth der broederschop versterven, denn sal men
des negsten dages daerna als he begraven is, begancknisse daerover holden vor sunte Clemens
altaer, sullen des doden vrunde uth des doden guter gheven in sunte dementen eer ein ohrts
goldes, und ein stahllicht, dat se dann mede sullen brengen. Weer oeck de doede nicht so ryke,
dat heet konde betalen, so sulde men dat nemen uyt sunte Clemens guhderen und de preester
sali als de Behlemysse uth is, commendatum over dat lyck doen und holden, daer he äff hebben
sali ein ohrt von einen Arentsgulden. Oick sali de preester tho sunte Clemens altaer wesen ver-
plichtet alle maendag hier ein singen sehlmysse tho doen van beginne tho den eiode voor de seelen,

') Abschrift: eigen.
 
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