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Friedländer, Ernst
Ostfriesisches Urkundenbuch (Band 2): 1471 - 1500 nebst Nachträgen und Anhang — Emden, 1881

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https://doi.org/10.11588/diglit.1951#0742
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732 1428.

wunnen werden, dat he geld1) darvan nymt, weme syn liif umme syne misdaet wert benamen,
syne erfnamen darven ghene brqke gheven den richters, want he dat mit dem live betalet. Item
wert sake, dat de lande vorscr. mit jemant enich oerdellich annemen wolden, dar Focko, Hisseke
ende Ymel vorscr. erer mechtich mochten wesen to ere ende to rechte unde den landen vorscr.
dat nicht baten mochte, dan de sollen ende willen wi Focko, Hisseko, Ymel vorscr. ende unse
vrende van stunden an mede an de veyde gaen unde de veyde mit hem allinge utdragen. Des-
gheliken solen de lande vorscr. weder bi uns doen, utghesecht off de lande vorscr. jenige sehe-
Hnghe hadden up unsen gnedighen heren van Munster offte synen ghestichte, want wi darmede
in vorbund sitten. Item int leste up dat alle disse puute vorscr. desto bet gheholden werden, so
vorbinden hem disse vorscr. lande myd den eerbaren hoveling, de over Emese synt, alzo Focko
Ukens, Hisseke provest to Emeden ende Ymelen to Grimessum vorscr. unde eren vrenden to
twintich jaren dise vorscr. articulen mit live ende mit gude stede, wast ende unvorbrolik malk
mid anderen to holdene, unde wert ock, dat dar jenich schelinge velle in dissen vorscr. lande, dar
se hem selven künden nicht untraden, dat solde Focko, Hisseken unde Ymelo vorscr. ende deghene,
de ze ut dem lande in eren raed nemen, scheydeslude an wesen, unde wat se dan vor recht off
vruntscap na den besteh rechte scheyden, up dat de sake ein ende neme, so salt darmede be-
sloten wesen. In oerkunde dcsses eendrachtliken begripes, alzo vorscreven is, so hebben wi van
Hunserlande unse 4 amptes segel, als Halfampt, Oesterampt, Merna ende Middach an dissen bref
ghehanghen, ende ock wi Fivelgherland, Oeldampt, Reyderland, Fredewold, Langwold, Hummerke
unser lande ingheseghel mid den seghelen der eerbaren hovelingen Focko Ukena, Hisken unde Yme-
len vorscr an dissen bref wittliken1) doen hanghen, ende wi van ubgha.5) hebben ghebeden heer Rolef,
unsen curet, dissen bref vor uns tho beseghellende, went wi selven ghenen seghel bruken; unde
wert sake, dat van dissen vorscr. hovelinge jenich aflivich worde, dat God vorbede, so solen
disse vorscrevene punten in erer wuller macht jo bliven. Datum anno Domini M° CCCC0 XX0
octavo, feria sexta post festum Pasche. — Item zo sal ein itlik, den ghevolghet wert bi der oester-
zyde ofte bi der westerzide der Emese myt wapender hant, de unkost up staen, de daer
vallen mach.

Von den Siegeln sind nur Bruchstücke erhalten. 1. In gothischer Nische ein Geistlicher, der
in der Rechten einen Rost (?) oder einen Schlüssel (?) hält, Vergl. Nr, 336 Siegel 2; 3. Ein Geistlicher

mit einem Schlüssel in der Rechten. 6. Ein Bauwerk im romanischen Stil:___Oltamt; 11. Löwe mit

Krone um den Hals: Focko Ukena. 12- Der h. Paulus über einem Schilde mit rechtsaufgerichtem Löwen.
Hriko. 13- Rechtssehender Adler. Ymelo. 14- Uudeutlich, anscheinend ein r. Umschrift: Si... prei-
bitori...; es ist also das Siegel des Pfarrers Rolef. Die Umschriften der übrigen Siegel sind abge-
brochen, die Siegel 2, 4, 5, 7—10 sind verloren.

1769. ') Orig. gled.

*) Orig. wittilken.

=■) Vergl. Nr. 367. Anin. 79. Es heisst wohl „obgetiannt".
 
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