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Von Churfürsisn, Fürsten und Ständen des H. R- Reichs. ;s
nonisch fey, und setzten noch hinzu, daßstean den heil. Vater appellirtsn, und
des Endes ihr Gesuch bey dem H.rrn Commiffario nochmahl wiederhohlker mas-
sen emlegrn wollen. Hlernrf erhoben fich ziemlich lebhafte Wiedrrsprüche, in-
dem eine jede Pa they rl-re Mt-.rnchmrmg als gesetzmäßig beweisen wolte, da-
raus der Herr Gras sähe, daß nurrmehro eine völlige Spaltung da sey. Hiezu
kam noch, dass m der Kirchk eine Parthie den Herrn Grafen von Oultremont/
die andere aber den P inzen Clemens von Sachsen ausruffke. Se. Excsll. wurden
hiedurch von der herrschenden Uneinigkeit der C pitularen immer mehr und
mehr überzeugt, und gaben denen gegsnwärt gen Capitularen ihr Mißfallen zu
erkennen, wie empfindlich es Ihnen seyn müsse , dr Sie sähen, daß Ihre Er-
mahnungen zur guten Ciaverstandn's so wenig gefruchtet hätten; Sie erklärten
fich weiter, daß die Entscheidung von der eanomschen Gültigkeit oder Nichtguss
tigke-tvorr einer oder der andern Wahl zu dem heil. Stuhl gehöre; Sie könnten
und wolten also weder dem einen noch dem andern von beyöen Erwählten, und
ebenso wenig auch dem gebührendem Richtern Vorgriffen, und daß Sie einfolglich
in de: Kirchs gar nicht erscheinen würden , weilen Sie weder die Verwaltung deS
weltl-chen übertragen, noch auch durch Ihro Gegenwart ein oder den andern Er-
wählten erkennen wolten. Und dieses war auch augenscheinlich das beste Mitteh
welches Sr. Exc. übrig blieb, und wozu Sie die Erfüllung Ihres Amtes berechtig-
te. Inzwischen wurde doch nach einigen Berichten in dem Chor das Te Deunr
angeffmmt, und der Herr Graf von Oultremont proclamirt, auch nach dem Bischöf-
lichen Pallast gebracht. Abends waren alle Häusser der Stadt nach den Farben
des Oultermontischen Wappens erleuchtet. Am folgenden Tage legtem die Abge-
ordneten der Geistlichkeit und die drey Stadtordnungen dieGlückwünschungscom-
plimente bey eben demselben ab, welchen am ar. alle Tnbunalien, der gesammte
Adel und mehrere Personen vom Rang gefolget sind. Inzwischen wurde die Sa-
che zu Rom anhängig gemacht, und diePartheyen suchen ihre Sache zu betreiben.
Was nun der heil. Barer vor einen Ausspruch in dieser kritischen Sache thutt
Werde, stehet von der Zukunft zu erwarten.
Die übrigen Fürsten und Stande des Reichs genüssen nun der Früchte des
Friedens. Neue Einrichtungen im Münzwesen und andern Sachen sind jetzo dis
bekanntesten Geschäfte, und was durch den langwierigen Krieg ist unterbrochen
oder versäumet worden, wird nunmehro mit doppelten Eister ersetzt. GOtt gebt-
daß der Geist des Friedens beständig über Teutschland regiere.

Vierter Haupttitul.
Don dem Königreich Portugalk.
tt^ottugavsahefichineinsn Krieg verwickelt, daraus es sich menschlichen llrkheilen K-ntn'tt inM
-j/ nach nicht ohne Nachtheil würde haben mäches können, als die Kriegfäh-«s^den
vende Mächte anfiengen über öle Wiederherstellung des Friedens Unterhandlung
gen anzustellen. Der Allergetreueste König säumte also gar mcht,dem Frieden selbsten,
welcher am roten Febr. unterzeichnet wurde, bey zu tretten, und solches in nach-
folgmden Ausdrücken tu bezeugen; Da dis Ambassadeurs von Cngelland, Spa-
mm
 
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