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H.-Gilhofer-und-H.-Ranschburg-Aktiengesellschaft <Luzern> [Editor]
Kostbare Bücher und Manuskripte aus den Bibliotheken der russischen Zaren in Zarskoje-Selo, Herzog Albrecht v. Sachsen-Teschen, Dr. Albert Figdor, Wien: dazu ausgewählte Inkunabeln einer Stifts-Bibliothek und wertvolle frühe Urkunden und Autographen ... ; Versteigerung in Luzern: Dienstag, den 14., und Mittwoch, den 15. Juni 1932 (Katalog Nr. 8) — Luzern, 1932

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.7090#0133
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XII. KALENDER
des 15. bis 18. Jahrhunderts

596 HEBRÄISCHER KALENDER von 1406—1465. — Pergament-MS. aus
13 Blättern (17 : 11.5 cm), die 8 fach gefaltet und an einer Seite zusam-
mengehe] n. sind, sodaß der Kalender die Form eines kleinen Taschen-
blocks hat. Beschriftung in schwarz, grün und rot abwechselnd; 4 Kol.
m. 25—30 Zeilen. Weicher Pergt.-Umschlag.

Hebräischer Kalender über d. Jahre 5167—5225 (1406—1465), beschrieben und re-
produziert von U m b. Cassüto in Bibliofilia, Bd. XIV, 1913. S. 448—50.

Seltenes, wertvolles Stück; hebräische Kalender aus dieser frühen Zeit sind
unbekannt.

597 TASCHENKALENDER, italien. 1455, — Interessanter Kalender in
Form eines kleinen Büchleins (9 : 3.7 cm) mit Lederdeckeln, von einer
starken Bronzezwinge mit Anhängering zusammengefaßt. 21 Perga-
mentblätter, die 6-fach zusammengelegt auf die Form der Deckel
gebracht sind. Darauf in rot, gold u. blau geschrieben ausführl. latei-
nischer Kalender für je einen Monat; ferner Zusammenstellungen der
Feste, der Fasten, die 10 Gebote, [ndulgenzen, Glaubensbekenntniss,
etc. Auf d. letzten, sonst unbeschriebenen Bl. eine Inschrift v. J. 1475.
(In mod. Lwd.-Kassette).

Kalenderkuriosum. Vollständig und sehr gut erhalten.

Siehe Tafel 45.

598 TASCHENKALENDER IN BRONZEHÜLSE, florentinisch, 2. Hälfte
des 15. Jahrhunderts. — Längliche B r o n z e h ü 1 s e (8.8 cm lang,
3.6 cm breit, 1.9 cm hoch), nach oben sich verengend, wo der Griff
des innen sich befindlichen Kalenders herausragt. Der Griff ist
durch-eine nach oben zulaufende Bronzeplatte mit Ring am oberen
Ende gebildet. Das ganze Aeußere mit folgenden Gravierungen ver-
ziert: auf der einen Seite der Hülse e. C r u c i f i x, auf der anderen e.
heil. Bischof in einem Renaissancebogen. Darunter die Buchstaben
B. Ls. De. T. Ls. L. Es. FERE. An d. Schmalseiten der Hülse die Worte:
Feiice chi pesa ogni suo paso / Et che del opera raguarda el fine. Der
Griff zeigt das heil. Monogramm und andererseits die Halbfigur
Christi. Der Kalender selbst der an dem Griff befestigt ist (Län-
ge 11.2 cm) besteht aus 8 Monatsblättern aus Pergament, die 6-fach zu-
sammengelegt sind. In verschiedenen Farben geschrieben, mit kleinen
goldgehöhten Initialen auf blauem verzierten Grund. Zwischen 2 Le-
 
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