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«Äte S

„Hsihelverger BoNsvlatt« Morrkrg, den S8. MÄ 1M4

mal zu setzen und der breiten Öffentlichkeit
in kleinem Nahmen ein Bild des Kampfes der
braunen Armee bis zur Machtergreifung zu
vermitteln."
Zm Ult
Freier atmet man auf in dem geräumig
schönen Zelt aus dem Jubiläumsplatz. Dort ist
die Lagerstätte für die Autos von den vor-
nehmeftn und opulentesten Typen bis her-
unter zu dem schon lang erwarteten Volks-
wagen Opel, Mercedes, Benz, Wanderer,
DKW, BMW, etc. sind hier vertreten und die
Firmen werden gewiß recht viele Interessen-
ten finden. Besonders wird das Interesse aus
die Konstruktion des deutschen Volkswagens
„Framo" fallen, der mit einem Preis von
1275 RM. angegeben ist. Er hat vier Sitzae-
legenheiten, zwei für Erwachsene, zwei §ür
Kinder.
Nach getätigtem Kauf kann auch hier an-
schließend gleich die Stärkung und das Prosit
aus eine gute Fahrt eingenommen werden.
Der Heidelberger Weinhandel verabreicht über
zwanzig Nummern Proben und mit einem
Groschen kann man sich recht lange u. an bester
Qualität erfrischen. Der wiegende Sessel wird
auch gerne nachgeprüft und im übrigen kann
man sich auch hier weitere Gebrauchs- und Ge-
nußmittel, Gegenstände des Kunsthandwerks,
dann die neuesten Kochmöglichkeiten, die große
Waschkessel- und Näucherschrankaus^llung u.
a. m. ansehen.
Irr ErMMgMt
Am Samstag nachmittag gegen 3 Uhr fand
im Stadthallenrestaurant unter Anwesenheit
der staatlichen, städtischen und der Vertreter
der Wirtschaft die feierliche Eröffnung der
Messe durch Oberbürgermeister Dr. Nein-
haus statt.
Der Landesbeauftragte für das Ausstel-
lungs- und Messewesen Rützler begrüßte
die Vertreter und stattete den Dank an die bei
der Braunen Messe Mitwirkenden ab. Er
kündigte u. a. für das Spätfahr eine
Braune Messe unter Einschluß der Land-
wirtschaft
an. Im dritten Reich soll es keine Spezial-
ausstellungen mehr geben, sondern nur noch
eine gemeinsame und wirtschaftliche
Werbung.
Im Namen der NS-Hago sprach Kreisamts-
leiter Vauer. Er betonte, daß mit der Messe

regungen abgeben. Das wichtigste aber sei, bereits zwei Millionen in Arbeit gebracht
daß mit den Braunen Messen ein Stück Auf- habe, einschalten.
bauarbeit für den Gesamtneuaufbau des Rei- Mit dem Wunsche, daß sich in diesem Sinne
ches geleistet werde. Alle Kritik und Nör- die braune Frühjahrsmesse auswirken möge,
gelei, die keinen Sinn habe, müsse unterblei- eröffnete er Hann die Messe. Mit dem Deutsch-
en. Mir Denken, Wollen und durch die Tat land- und Horst-Wessel-Lied fand die Feier
müsse sich jeder in die Neuaufbauarbeit, die ja ihren Abschluß.

Werbeschau für deutsches Sbst und Gemüse

in SandschuWeim
UeSergabe der Nutzwasserleitung.
Dem seit Jahren von der Gartenbaufachgruppe
Handschuhsheim eingeführten F r ü h l i n g s s est,
das hauptsächlich der Werbung für den heimischen
Obst- und Gemüsebau galt, kam diesmal eine be-
sondere Bedeutung zu. Wurde doch damit die
llebergabe der Nutzwasserleitung verbunden, ein
Anlaß, der auch Ministerpräsident W. Köhler
hierher führte.
Der Minister kam schon am Vormittag nach
Handschuhsheim und besichtigte die neue Anlage,
ebenso einige Privatgärtnereien und wohnte der
Versteigerung in der Halle bei.
Der feierliche Akt der llebergabe vollzog sich am
Nachmittage in der Eroßmarkthalle, die, wie das
angebaute Zelt mit Tannengrün, Birken und
Blumen sowie Fahnen prächtig dekoriert war.
Vor der Halle hatten die Arbeitsdienstlicher, die
an der Wasserleitung beschäftigt waren, Aufstel-
lung genommen.
In Begleitung des Herrn Oberbürgermeisters
Dr. Neinhaus, des stellv. Kreisleiters Stadt-
oberschulrat Seiler, Beigeordneter Amber-
ger, Landrat Neumann, Polizeidirektor Dr.
Hoenninger, Kreisbauernführer Schank,
Oberbaurat Treiber, Landwirtschaftsrat
Brücker, erschien Ministerpräsident Köhler
kurz nach 2 Uhr in der Halle.
Nach einem Musikstück der SA-Kapelle ergriff
Gartenbauortsgruppenleiter Hch. Vechtel jr.
das Wort. Er begann mit dem Hinweis, daß die
Handschuhsheimer immer schon verstanden hätten,
Feste zu feiern und deutete dabei den Wevbetag.
Herzliche Begrüßungsworte galten dann dem Mi-
nisterpräsidenten, den staatlichen, städtischen und
parteiamtlichen Vertretern und den verschiedenen
Organisationsvertretern des Stadtteils.
Er gab hierauf einen geschichtlichen Rückblick
über die Entwicklung des Gartenbaues, dessen An-
fänge weit zurückliegen und dessen Aufschwung

zu verbrauchen, um so mitzuarbeiten an der Ge-
sundung und damit am Aufbau unserer Wirt-
schaft schloß Redner seine eindrucksvolle Ansprache.
Oberbürgermeister Dr. Neinhaus führte
aus: Nichts aber könne sinnfälliger sein für die
Verbundenheit von Stadt und Land als die An-
wesenheit des Ministerpräsidenten Köhler. Eine
Stadt kann wohl nicht nach Richtlinien für große
und weite Gebiete arbeiten, aber die kommende
Arbeit kann immer neue Dinge ins Loben rufen
und dieses neue Schaffen in die großen Richtlinien
einordnen, die dem neuen Reich den Charakter ge-
ben. Gerade die Nutzwasserversorgung ist für die
Erhaltung des bodenständigen Gärtnertums von
außerordentlicher Bedeutung und mit ihr ist die
Schaffung der Bauernrolle, des Markt- und Vor-
pachtsrechts für die Schaffung von
Existenzen für 2. und 3. Gärtner- und
Bauernsöhne ungeheuer wichtig. In die-
sem Sinne sei die Nutzwasserversorgung aufzufas-
sen. Damit werde der Boden aus der Spekulation
ausgeschlossen. Der Anfang sei gemacht, 1500 Ar
Ackerland sind nun umgewandelt und können als
Gartenland verwendet werden. Hinter diesen
15 000 Ar wachsen weitere 3000. Die Einrichtung
ist so bemessen, daß weitere Anschlüsse gemacht
werden können.
Nun müsse auch die Selbsthilfe einsetzen. Der
Absatz muß noch mehr gepflegt werden, der Was-
sergenossenschaft muß die Absatzgenossenschaft fol-
gen.
Jeder habe die Pflicht, mitzuarbeiten und eigene
Interessen zurückzustellen.
Der Oberbürgermeister beschäftigte sich dann
noch mit den Kritikern an dem Werk und stellte
mit humoristischem Spott fest, daß seit der Zu-
nahme der Trockenheit auch das Verständnis für
die Nutzwasserversorgung gewachsen sei.
Dann sprach er der badischen Regierung sowie

alle Bevölkerungskreise gewonnen werden soll-
ten. Deutscher Geist und deutsche Qualität
herrsche im Einzelhandel und in allen Ge-
werbezweigen des Mittelstandes, dafür sei die
Messe Zuanis. Der noch bevorstehende schwere
Weg müsse in echter Gemeinschaft gegangen
sein, dann werde unter der Führung von
Adolf Hitler der Erfolg nicht ausbleiben.
Den eigentlichen Eröffnungsakt vollzog
dann der
Oberbürgermeister Dr. Neinhaus.
Die Messe dokumentiere, daß Wirtschaft, Staat
und Stadt eine Einheit bilden müßten, um

nach 1870 einsetzte, und streifte die neuere Ent-
wicklung durch die Elaskultur. Welche Bedeutung
der Gemüsebau habe, so betonte der Redner, ka-
men in den nachfolgenden Zahlen zum Ausdruck.
1932 seien über 6000 Zentner Erdbeeren und 4000
bis 5000 Zentner Tomaten bei der Versteige-
rungshalle angeliefert worden.
Diese Erzeugung werde nunmehr durch die
Nutzwasseranlage noch gesteigert. Not tue aber
jetzt, daß alle Möglichkeiten ausgeschöpft würden,
um den Absatz zu heben.
Mit der Mahnung, deutsches Obst und Gemüse

allen Mitarbeitern, den Männern vom Arbeits-
dienst und den Notstandsarbeitern den Dank der
Stadtverwaltung aus. Um der Verbundenheit
Ausdruck zu geben, seien auch sie zu diesem Richt-
und Volksfest geladen. Nun übergab der Redner
an Herrn Vechtel den Schlüssel zur Nutzwasserver-
sorgung mit dem Wunsche, daß das Werk zum Se-
gen Handschuhsheims werden möge und schloß
mit einem Heil auf Heidelberg und seinem schön-
sten Edelstein Handschuhsheim.
Herr Vechtel dankte mit herzlichen Worten
und überreichte dem Ministerpräsidenten einen

Priester. Das Cardinalat lehnt er mehrere Male
ab, dem Papst Gregor XIV. schickt er sogar den
Lardinalshut zurück. Mit den großen Männern
seiner Tage steht er in Berührung. So mit Ig-
natius von Loyola, mit Karl Borromäus und
Franz von Sales. Sein heiligmäßiges Leben wird
bald bekannt. Bald nach seinem Tode wird er see-
lig (1615), nicht viel später schon (1622) heilig ge-
sprochen.

den Wirtschaftskampf erfolgreich zu bestehen.
Er begrüßte besonders die Mitteilung, daß im
Herbst auch die Landwirtschaft in die Messe
einbezogen werde.
Die Frühjahrsmesse stehe im Zeichen des
M i tt e l st a n d e s, der das Gesicht der Stadt
vornehmlich bestimme. Ihm gelte die beson-
dere Sorge der Stadtverwaltung. Die Messe
ziele auf Qualitätsarbeit ab. Damit müsse
nicht nur ^er inländische, sondern auch der
ausländische Markt erobert werden. Diese
Werbeschau, die zur örtlichen Bedarfsdeckung
auffordere, sei nicht ohne den Fremdenverkehr,
der Heidelberg charakterisiere, zu denken und
im Hinblick darauf möge und werde die
Braune Messe neue Möglichkeiten und An-

Ausdruck brachte, der gesamten Belegschaft nur
noch das zu fein, was zu einer unbedingt schönen
u. harmonischen Zusammenarbeit zwischen Besitzer
und Personal führen mutz. Seine Ausführungen
wurden mit großer Freude ausgenommen. Auch
die Ansprache des Pg. Hormuth wurde
sehr beifällig ausgenommen. Nach weiteren An-
sprachen mehrerer Betriebsangehöriger, die das
gute Einvernehmen zwischen Gefchäitsleitung und

Wllwpo Neri
Das Leben dieses großen Heiligen, dessen Fest
wir am 26. Mai feierten, war ein Dienen in
christlicher Nächstenliebe. Ein Leben in und mit
Gott, ein Hinführen zu ihm. Es war dies nur
ein Ausdruck feiner grenzenlosen Gottesliebe, die
ihn zu den seltsamsten Einfällen kommen ließ.
Legenden und Berichte aus jener Zeit künden die
sonderbarsten Dinge über diesen Menschen. Was
er selbst in dieser Einfältigkeit tat, das verlangte
er auch von anderen. In seiner „Jtaliünischen
Reise" nennt W. v. Goethe ihn den „Humoristi-
schen Heiligen" und widmet ihm viele Seiten. Ein
eigenartiger Mann, den die beste Kennerin seines
Lebens und Wesens, Ida Fried. Coudenhove,
vielleicht einen „Kauz" nennen würde. Doch die-
ser seltsame Mann mit seinen Einfällen und Son-
derheiten stand mitten drin im Trubel des Ge-
schehens, war den Anforderungen der menschlichen
Gesellschaft gewachsen und sein Name würde auch
ohne jene Sonderheiten heute noch klingen und
künden von seinem Tun.
Florenz, die Stadt der Kunst der Renaissance,
die reiche Handelsmetropole ist seine Geburts-
stadt (21. Juli 1515). Erst mit 36 Jahren wird er
Priester. Vorher schon hat er der Menschheit ge-
dient. Dann sammelt er immer mehr Schüler um
sich. Laien und Priester. In seinem „oratorio" be-
tet er mit ihnen, predigt zu ihnen, singt mit ihnen
Hymnen. In seinem Haus gehen Bischöfe und
Eardinäle ein und aus. Er selbst lehnt jede
Würde ab. Er will in seiner Art wirken, will sein
Leben nach seiner Weise vollenden. So wirkt er
bis zu seinem Tode (26. Mai 1595) als einfacher

X 3500 Besucher auf der Braunen Messe.
Wie die Leitung der Braunen Messe mittelst,
wurde die Ausstellung am Samstag nachmittag
und am Sonntag von insgesamt 3500 Personen
besucht.
XAbendkurse der Stadt. Frauenarbeitsschule.
Wir verweisen auf die heutige Bekanntmachung
der Stadt. Frauenarbeitsschule betr. Abend-
kursen im Wäschenähen und Kleidermachen.
X Prof. Dr. Krieck liest auch an der Frank-
furter Universität. Der nach hier berufene or-
dentliche Professor Dr. Ernst Krieck gibt seine
Frankfurter Lehrtätigkeit nicht auf. Er wird im
laufenden Semester au der Universität Frank-
furt die Philosophie und die Pädagogik vertre-
ten. Er kündigt an: Nationalsozialistische Welt-
anschauung und Erziehung, Freitags von 16
bis 18 Uhr, Kollegium mit Studenten der Pä-
dagogik, Freitags von 18 bis 19 Uhr; Beginn
am 1. Juli 1934.
X Versetzt. Fräulein Lnife Weber, Kanz-
leinssiftentin beim Bezirksamt Heidelberg ist mit
Erlaß des Ministeriums des Innern nach dem
Bezirksamt Waldshut, Zweigstelle St. Blasien,
versetzt.
X Geschäftsschluß am Tag der Einweihung
der Thingstätte. Die städt. Presseistelle teilt mit:
Der Oberbürgermeister der Stadt, die Kreis-
leitung, die Deutsche Arbeitsfront und die NS-
Hago ersuchen die Amtsstellen, Betriebe und
Geschäfte ans das drüMNdste, am Tage der
Grundsteinlegung der neuen Thingstätte, am 30.
Mai, so rechtzeitig zu schließen, daß sämtlichen
Beamten und Arbeitern die Teilnahme an der
großen Feier am Heiligenberg möglich ist.
X Festakt bei der Firma Zigarrenfabriken Ge-

Nikrrm MHMerg-WMüm
am 4. und 5. Juni
Verspätete Anmeldungen können
noch berücksichtigt werden. Alle Pilger, wcklche
in Heidelberg oder in unmittelbarer Nähe von
Heidelberg wohnen und sich bis jetzt noch nicht
angemeldet haben, mögen ihre Fahrkarte und
ihre Pilgersachen ohne vorherig»? Anmeldung am
4. Juni morgens von V28 Uhr an bis 9 Uhr an
Sem besonders geöffneten Pilgerschalter des
Hauptbahnhofes Heidelberg kaufen.
Mit Pilgergruß
Kirchgeßner, Pfarrer in Rauenberg,
Pilgerführer.

Philippa Neri's „oratorio" hat weite Bedeu-
tung erlangt. Aus jener Zusammenkunft ent-
springt die Vereinigung der Oratorianer, die schon
zu seinen Lebzeiten — entgegen seinem Willen
— durch päpstliches Breve (15. Juli 1575) bestä-
tigt wurde. Predigt, Gebet und Hymnen, die
„laudi", sie werden der Urquell des geistlichen
Dramas. Es bildet sich eine szenische Dichtung, .. -- - —
hinzukommt die musikalische Begleitung. Es wird brüder Fisch. Am Freitag nachmittag hatte der
das Oratorium. Die Hochblüte der kirchlichen Mu-
sik steht auch in seinem Dienst. Alle Meister jener
Zeit schaffen mit. Hier steht die Wiege des Ora-
toriums und damit dis der modernen Oper. Für
sein oratorio schafft vor allem E. d. Cavalieri. Zu
nennen sind ferner G. M. Nanini, Torquato Tas-
so — der Dichter und Musiker —, sodann der

Inhaber der Fa. Gebr. Fisch die gesamte Beleg-
schaft zu einem Festakt in den neuen Geschäftsräu-
men in der Römerstraße eingeladen, an dem auch
Kreisbetriebszellenobmann Hormuth teilnahm.
Eingeleitet wurde diese wohl bei allen unvergeß-
liche Feier durch eine sehr beachtenswerte An-
_ __ spräche des Vetrisbssührers, Herrn Eugen Fisch,
^princeps müswae"^E. P'Halestrina. Als' ^ der in längeren Ausführungen den Willen zum
am 2. Februar 1590 starb, war Philipps Neri au --r-
seinem Sterbebett. Ihn, den edelsten Förderer
geistlicher Musik, hat die „Internationale Gesell-
schaft für katholische Kirchenmusik" auf dem Kon-
greß zu Aachen (1933) zum Patron erwählt. Seit-
dem heißt die Gesellschaft „Philippo-Neri-Vund".
So steht er neben der großen Heiligen Caecilia
und dieser Tag ist ein Festtag für die mustca
sacra.

Nr.-kTr».

prachtvollen Früchtekorb, sowie eine Mapp« mit
einem Bild von Handschuhsheim und dem Text«
des Handschuhsheimer Nationalliedes, das an-
schließend gemeinsam gesungen wurde.
Ministerpräsident Köhler dankte hierauf für
die überwiesenen Aufmerksamkeiten und gab sei-
ner Freude über den als Stlltzungsmaßnahme der
auf knappem Boden zwar, aber mit großer Tat»
kraft um die Entwicklung und Hebung der hei,
mischen gärtnerischen Erzeugnisse ringenden Be-
völkerung Handschuhsheims Ausdruck. Arbeit in
diesem Geiste sei nach dem Willen des Führers
sei nationalsozialistischer Tatwille, der in Len Zep
ten des liberalistisch-marxistischen Regimes aur^
dem Volksleben leider gewichen war. Der Geist
der Selbsthilfe, der alle Schwierigkeiten zu Mi-
stern bereit fei, sowie der Einsatz aller Kräfte je-
des Einzelnen sei notwendig, um das große natio-
nale Aufbauwerk durchzuführen.
Weiter erwähnte der Minister, daß es keine Po-
litik ohne Schwierigkeiten gebe, aber nur in den
Schwierigkeiten könne der Mensch wachsen. Da-
rum wollen wir vor den Schwierigkeiten nicht
kapitulieren, sondern sie überwinden. Der Treu«
der Handschuhsheimer in der Vergangenheit zollt«
er Worte höchsten Lobes, wie er auch die Gewiß-
heit unterstrich, daß sich diese Treue auch in Zu-
kunft bewähre.
Den feierlichen Akt schloß Kreisschulungsleiter
Seiler mit dem Sieg-Heil auf den Führer ab,
worauf dann das Deutschland- und Horst-Wessel«
lied gemeinsam gesungen wurde. Inzwischen füllt«
sich Halle und Zelt und es begann das Volksfest.
In einem geschmack- und wirkungsvoll aufge-

Der SKlmilr
Zum Metzger kummt en kleener Vu,
En knitzer, Heller Borscht:
„Na, Kleener, sag, was krigsch dann Du?" —
„Ich mecht gern Absallworscht
For unfern Hund, keen kleene Zippel,
Nee, wo was dran is, große Schnippel,
Sunscht freßt ders nit, der kleene Krüppel.
„Wie Geld — do Waar", der Metzger secht,
„Kumm her Du armer Schäker,
En ganz Paket kriegfcht —- is so recht?
Dein Hund des is en Schneeker."
„Kee(n) Wunner, mecht der Kleene Schprich,
Bei mir deheem, gibts kalti Kich —
Uns kleene Hundel — des bin ich."
Dr. Dietrich, Heidelberg,


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bauten Stande hinter der Halle waren die Gar«
tenerzeugnisss aufgebaut. Was sich hier an verlsk«
kenden Früchten und Gemüse darbot, war einfach
großartig. Es ist staunenswert, was hier die
Kulturen der Handschuhsheimer Gärtner hervor-
zubringen vermögen. Hier waren auch von ver-
schiedenen Firmen Eartenbaugeräte, darunter be-
merkenswertes Schlauchmaterial der Firma Kör-
ner (Plöck), ausgestellt.
Die Standartenkapelle 110 sorgte, daß alsbald
beste Stimmung in der Weinhalle wie auch im
Bierzelt aufkam. "

Belegschaft hervorhoben, trat nach Beendigung
des Festessens die Fidelitas in feine Rechte, an
die alle regsten Anteil nahmen. Man darf wohl
sagen, daß die Firma mit diesem Festakt sich di«
Herzen aller Angestellten und Arbeiter erworben
hat. ' p-,
X In offener Fürsorge standen am 23. Mm
1934 beim Wohlfahrts- und Jugendamt 2 552
(Vorwoche 2 593) WohlfcrhrtsevwevbÄose (ar-
beitsfähige Psrson-en). — In Arbeit standen am
Stichtasg: 1. Fürforgearbeiter 838, (Vorw. 833);
2. Notstandsarbmter 497, (Bovw, 4W); 3.
PKchtarbeiter 391, (Vovw. 284); 4. Landhelssr
96, (Vovw. 98); 5. Im FAD der Städt Heidel-
berg untevgebrachte AvbeitMenstwMge 790,
(Vovw. 558).
X Städt. Theater. Im Städt. Theater ge-
langt heute abend für die NS-^GememfchH
„Kraft durch Freude" Lortzmgs Msisteroper
„Zar und Zimmermann" Zur Ausführung. Ja
dieser Vorstellung singt Maximilian WiMmsst
seine letzte Partie in Heidelberg. Mit Ablauf
dieser Spielzeit scheidet der beliebte und erfolg-
reiche Künstler aus dem Verbände des Städt.
Theaters aus.

Sir VrliZrl mrltrt
Erwischte Holzdiebe. Am Samstag wurden
drei Personen ermittelt,, die aus dem Stadt-
wald beim Klingelhüttenweg Holz entwendet
hatten.
Beachtet die Einbahnstraßen! Während stch
die Kraftfahrer im allgemeinen an die Bestim-
mungen über die Einbahnstrecken halten, kommt
es immer wieder vor, daß Radfahrer der An-
sicht sind, sie können Einbahnstraßen in beiden
Richtungen befahren. Es mußten in letzter Zen
deshalb zahlreiche Radfahrer zur Anzeige ge-
bracht werden.
Der Bischof von Moskau verläßt die Stadt
zum ersten Mal seit 22 Jahren
Mit dem fowjet russisch en Außenminister Od
winow, der in der vergangenen Woche nach
Genf reiste, hat auch der katholische Bischof von
Moskau, Mfgr. Nizet, die russische Grenze über-
schritten. Seit 22 Jähren ist es das erste MH
daß er diese Stadt verläßt.
Jeder Abonnent und dessen Ehefrau sind bei der
Nürnberger Lebensversicherungs-Bank in Nurs»
berg gegen die Folgen körperlicher Unfälle mn
NM. 500.— für den Fall des Todes versichert-
Aufschluß geben die Verficherunasbedingungen«

rssken
üiss kisbert
Erbse.

kk Wt Ater
ützach 27. Mai. Eine recht uiWMhntch
h« vor
- Msgericht Hr vorläufiges Ende. Bor
schreu begann eine junge Mutter die
»ch dem verschwundenen Vater
VK indes und ermittelte, <datz er nach
ausgZvaudert war: MH unbekannt.
> ße gegen den Abwesenden ms Zahlung
1 «ute, das Urteil wurde, wie in solchen
j Mch, im Reichsanzeiger und durch An-
Ximtzegeöen und nach Maus der ge-
v! Kartezeit rechtkräftig.
^verurteilte jetzt nach seiner Mkchr
sNka die Lache erfuhr, verlangte er so-
li^enüberstellung mit der Mutter des
XMs sch gleich herausstellte das er
ch!wirklichen Vater nichts ae-
»P As den — allerdings sehr seltenen
sh Widerklage Lcht s ^
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vach nicht gesunden.

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