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VORWORT.

Das vorliegende Werk verdankt seine Entstehung der Munificenz des durch
seinen grossartigen Unternehmungsgeist und durch seine nach den verschiedensten
Richtungen hin bethätigte, mehr als fürstliche Freigebigkeit diesseits wie ienseits
des Oceans wohlbekannten Herrn Heinrich Hilgard-Villard. Auf eine
s Anregung von Seiten des Vorstandes des historischen Vereins der Pfalz zu Speyer
erklärte er sich ohne Zögern bereit, die Kosten für die Sammlung und Herausgabe
der ältesten auf die Geschichte seiner Vaterstadt bezüglichen Urkunden zu über-
nehmen, und das vollendete Werk dem genannten Verein für seine Mitglieder zur
Verfügung zu stellen. Der Unterzeichnete, mit der Ausführung der Arbeit betraut,

10 übergibt diesen fertig gestellten Band der Oeffentlichkeit in der Hoffnung, dass er,
wenn auch bei den mit einer solchen Publicalion verknüpften eigentümlichen Schwierig-
keiten Ausstellungen der verschiedensten Art nicht ausbleiben werden, wenigstens
einigermassen die auf ihn gesetzten Erwartungen rechtfertigen möge.

Bie Herausgabe eines Speyerer Urkundenbuches entspricht zweifelsohne einem

15 Bedürfnis. Bei dem in den letzten Jahrzehnten speciell in den rheinischen Städten
neu erwachten Interesse an historischer Localforschung machte sich der Wunsch
unabweisbar geltend, durchaus zuverlässige urkundlicke Grundlagen in bequemer,
allgemein zugänglicher Gestalt zu erhalten. Diesem Bestreben verdanken die in
neuerer Zeit teils vollendeten, teils in der Ausführung oder Vorbereitung begriffenen

20 Sammlungen von Urkunden zur Geschichte der einzelnen rheinischen Städte ihr

Entstehen. Für Speyer hatte ein solches Verlangen seine vollste Berechtigung.

Zwar waren die meisten der für die Stadtgeschichte wichtigen urkundlichen

Belege, teilweise sogar zu wiederholten Malen, schon längst publicirt, aber sie

mussten zur Benützung aus den verschiedensten Sammelwerken und Monographieen

25 zusammengetragen werden und entbehrten zumeist auch der notwendigen Oorrectheit.
Auch die beiden grösseren Sammlungen Speyerer Urkunden, von Remling und
Lehmann, erwiesen sich als durchaus unzulänglich.
 
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