Schmidt, Richard [Oth.]; Buchheit, Hans [Oth.]; Paulus, Eduard [Oth.]
Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg ((Rave)Donaukreis ; Halbbd. 4): Oberamt Ravensburg — Stuttgart, 1931

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Stadt. Museum, Biberach
Abb. 1. Die Waldburg mit Blick gegen den Bodensee. Ölgemälde von I. B. Pflug 1836

Einleitung
Das Oberamt Ravensburg grenzt im Süden an die Oberämter Tettnang und Wangen,
im Westen an das Land Baden, nördlich an die Oberämter Saulgau und Waldsee und
östlich an das Oberamt Waldsee.
Es kam von 1805 ab an Württemberg und setzte sich in der Hauptsache aus drei Terri-
torien zusammen, dem der ehemaligen Reichsstadt Ravensburg, der österreichischen Land-
vogtei Altdorf und den Gebieten der beiden Klöster Weingarten und Weißenau. Dazu
traten noch in kleinerem Umfange das Kloster Baindt, die reichsunmittelbaren Herrschaften
Waldburg-Wolfegg-Waldsee und Königsegg, die Herren von Rehling und der Deutsch-
orden, im ganzen also ein verhältnismäßig einheitliches Gebilde, das nach der Erwerbung
durch Württemberg der Landvogtei am Bodensee mit dem Sitz in Altdorf-Weingarten
zugeteilt wurde.
Das Oberamt ist von der Schüssen durchflossen, über deren Einzugsgebiet es nach Osten
und nach Westen nur wenig hinausgeht. Das von Norden nach Süden verlaufende
Schussental ist ein altes Zungenbecken des Rheingletschers und nimmt in zahlreichen,
meist tief eingeschnittenen Seitentälern die ihm von Osten und Westen her zufließenden
Wasserläufe auf. Die Landschaft außerhalb des Schussentales ist eine typische Moränen-
landschaft, die in erster Linie von den Endmoränen der letzten Vergletscherung beherrscht
wird. Ein Moränenwall läßt sich vom Schloß Waldburg in nordwestlicher Richtung bis

Ravensburg 1

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