Dendorfer, Jürgen [Oth.]
Das Lehnswesen im Hochmittelalter: Forschungskonstrukte - Quellenbefunde - Deutungsrelevanz — Mittelalter-Forschungen, Band 34: Ostfildern, 2010

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Vorwort

Am Ende eines erfolgreich abgeschlossenen Projekts steht der Dank. Vom
ersten, bei einer Weihnachtsfeier gefassten Plan, mit einer Tagung die Thesen
von Susan Reynolds zum Lehnswesen für das Reich des 12. Jahrhunderts auf
breiter Quellengrundlage zu überprüfen, über die vom 17. bis 19. September
2008 in München veranstaltete internationale Tagung bis hin zu diesem Buch
war es ein weiter Weg. Das Gelingen von Tagungsprojekten außerhalb der
Möglichkeiten der Verbundforschung hängt ganz besonders von einer ver-
lässlichen finanziellen Förderung ab. Auf großzügige Weise hat die Fritz-
Thyssen-Stiftung sowohl das Kolloquium als auch die Drucklegung seiner
Beiträge in diesem Band ermöglicht. Ihr gilt deshalb unser erster Dank.
Diesen Dank richten wir auch an die Münchner Universitätsgesellschaft, die
ergänzend die Teilnahme von Kommentatoren an der Tagung unterstützte.
Begünstigt wurde diese Tagungsidee ebenso wie andere Projekte von dem
kollegialen Miteinander in der Abteilung für Mittelalterliche Geschichte am
Historischen Seminar der Münchner Fudwig-Maximilians-Universität. Assis-
tenten und Mitarbeitern gelang und gelingt es in diesem Rahmen, mit
Tagungen eigene thematische Akzente zu setzen. Die Vielfalt der Forschungs-
schwerpunkte in München und die Intensität, mit der sie betrieben werden,
ist nicht zuletzt das Ergebnis dieser besonderen Atmosphäre. Unser Dank gilt
deshalb Claudia Märtl und Knut Görich, die solche Freiräume ermöglichen,
daneben aber allen Münchner Kollegen und Freunden, die an diesem Projekt
in irgendeiner Form mitwirkten, sei es bei der Vorbereitung, als Sektionsleiter
oder als Vortragende auf der Tagung.
Ein ganz besonderes Bedürfnis ist es uns, der am 27. Oktober 2009 ver-
storbenen Kollegin Gertrud Thoma zu gedenken. Ihr Vortrag auf der Tagung
im September 2008 war ihr letzter wissenschaftlicher Auftritt. Schon ge-
zeichnet von der schweren Krankheit, die sie mit bewundernswerter Haltung
ertrug, gelang es ihr dennoch, den Beitrag für diesen Band fertigzustellen. Sie
hat dabei auf der Grundlage ihrer durch langjährige Studien erworbenen
Kenntnis der geistlichen Grundherrschaften Bayerns einen zentralen Beitrag
zu unserem Thema geleistet. Er zeigt geradezu exemplarisch, welche Mög-
lichkeiten sich aus der Deutung von Feiheverhältnissen ergeben, wenn man
sie nicht a priori als entweder grundherrschaftlich oder lehnrechtlich deutet.
Mit ihrer unaufgeregten und sachorientierten Arbeitsweise, die auf intensiver
Kenntnis der Quellen gründete, ihrer klaren Darstellungsgabe und dem doch
immer offenen Blick für neue Überlegungen bleibt uns Gertrud Thoma ein
Vorbild. Auch menschlich werden wir sie nicht vergessen.
Zu danken bleibt auch den Vortragenden der Tagung, die unserer
Einladung nach München gefolgt sind und die alle ihre Beiträge für diesen
Band zur Verfügung gestellt haben. Daneben wirkten an der Tagung als Dis-
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