Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 30
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Mudahen (Ludwigshafen-Maudach) an Hof reiten, Feldern und Wasserrechten besitzen.
Der Vertragsabschluß ist damit in Kraft getreten. Geschehen in monasterio \a.mis\i(amensi
= im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2054 (781 oder 782 — Reg. 1796)
Schenkung des Alaolf in Insultheim unter Karl dem Großen und Abt Helmerich

Im Namen Gottes will ich, Alaolf, eine wohltätige Stiftung errichten. Sie ist zugedacht
dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehr-
würdige Helmerich als Abt vorsteht. Es ist mein Wille, daß meine Gabe für ewige Zeiten
dargereicht sei, und ich bestätige, daß sie durchaus freiwillig geboten wurde. Ich schenke
in pago spirensi (im Speyergau), in

Ansilheim (Insultheim; heutiger Rest: Insultheimer Hof ö. Speyer!R.) einen Morgen
Land, ferner in der

Buckinheimer marca (Gemarkung Böchingen nw. Landau/P. sw. Mannheim) einen
Morgen Land. Mögen diese Ländereien ewiges Eigentum bleiben. Urkund dessen nach-
folgende Fertigung. Geschehen in monasterio la.unsh(amensi = im Lorscher Kloster) im
14. Jahr (9. Oktober 781 bis 8. Oktober 782) des Königs Karl.

URKUNDE 2055 (24. Oktober 800 — Reg. 2709)

Schenkung des Isanfrid in der Assenheimer Gemarkung unter König Karl

und Abt Richbod

Im Namen Gottes mache ich, Isanfrid, eine Vergabung zum Seelenheil des Batolf. Ich
wende sie dem heiligen Märtyrer Nazarius zu, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem
der ehrwürdige Richbodo als Abt vorsteht. Nach meinem Willen soll die Schenkung für
alle Zeiten in Kraft bleiben, und ich versichere, daß sie vollkommen freiwillig gemacht
wurde. Ich schenke, bekräftigt durch Handschlag und Brief, drei Morgen Land in pago
spirensi (im Speyergau), in der

Assenheimer marca (Gemarkung Assenheim sö. Bad Dürkheim/W.). Geschehen in
monasterio la.urish( amensi = im Lorscher Kloster) am 24. Oktober im 33. Jahr (800) des
Königs Karl.

URKUNDE 2056 (3. Juli 777? — Reg. 1515)
Schenkung des Werachio im gleichen Weiler unter Karl dem Großen und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 3. Juli im 14. Jahr (782; richtig vielleicht: 9. Jahr = 777) des
Königs Karl, entrichte ich, Werachio, zu meinem Seelenheil eine Spende. Sie sei dem
heiligen Märtyrer ~N(azarius) dargebracht, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der
ehrwürdige Gundeland als Abt (765—778) vorsteht. Ich schenke gemäß nachfolgender Fer-
tigung in pago spirensi (im Speyergau), und zwar in

Assenheim (sö. Bad Dürkheim/W.) eine Hof reite mit Wiesen, Wäldern, Weinbergen
und Gewässern sowie drei Leibeigene. Geschehen in monasterio la.ur(ishamensi = im Lor-
scher Kloster). Zeit wie oben.
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