Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 221
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Beckinger marca (in der Gemarkung Böckingen sw. Heilbronn) zwölf Jock Ackerland,
eine halbe Hofreite, vier Wiesen und einen Knecht. Geschlossen und gefertigt. Geschehen
im Lorscher Kloster am 31. Oktober im 33. Jahr (800) des Königs Karl.

URKUNDE 2747 (21. April 789 — Reg. 2094)
Schenkung des Anthug unter König Karl und Abt Richbodo

In Christi Namen, am 21. April im 21. Jahr (789) des Königs Karl, will ich, Anthug,
zu meinem Seelenheil eine gute Tat vollbringen. Sie sei geweiht dem heiligen Märtyrer
N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das vom ehrwürdigen Abt Richbodo
verwaltet wird. Ich schenke in der oben genannten Gemarkung (Böckingen) zwei Joch
Ackerland, die immerdar Eigengut bleiben sollen. Vertragsfertigung. Geschehen im Lor-
scher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 2748 (25. Juli 767 — Reg. 195)
Schenkung von Witroz und seiner Ehefrau unter König Pippin und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 25. Juli im 15. Jahr (767) des Königs Pippin. Wir, Witroz und
meine Gemahlin Cremhilt, nehmen eine Schenkung für den heiligen Märtyrer ~N(azarius)
vor, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vor-
steht. Wir geben alles, was wir im vorgenannten Dorf

Beckingen (Böckingen sw. Heilbronn), in

Francunbach (Frankenbach nw. Heilbronn), in

Sluhtra (Leingarten-Schluchtern w. Heilbronn) und

Biberaha (Biberach nw. Heilbronn) an Hof reiten, Wiesen, Weingärten, Wäldern, Ge-
wässern, Wohnhäusern und Wirtschaftsbauten besitzen. Bekräftigt durch feierliches Hand-
gelöbnis. Geschehen im Lorscher Kloster in der oben näher bestimmten Zeit.

URKUNDE 2749 (6. Januar 845 — Reg. 3317)
Tausch zwischen Bischof und Abt Samuel und Udo unter König Ludwig

In Christi Namen ist nach beiderseitigem Belieben zwischen dem ehrwürdigen Bischof
Samuel, Abt des Klosters zum Hl. ~N(azarius), und einem Grundherrn namens Udo ver-
einbart worden, Güter unter sich auszutauschen. So gab nun der vorgenannte Bischof im
vorher erwähnten Dorf

Beckingen (Böckingen sw. Heilbronn) einen Hofstätten-Anteil. Als Gegenwert trat der
besagte Edelfreie im gleichen Dorf drei Morgen Land ab. Das Tauschgeschäft ist damit
rechtswirksam geworden. Geschehen im Lorscher Kloster am 6. Januar im 5. Jahr (845) des
Königs Ludwig (des Deutschen).

URKUNDE 2750 (27. Juni 768 — Reg. 304)
Schenkung des Friderich unter König Pippin und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 27. Juni im 16. Jahr (768) des Königs Pippin, will ich, Friderich,
für mein Seelenheil sorgen. Ich reiche daher eine Gabe dem heiligen Märtyrer ~N(azarius),
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