Stocker, Carl W. F. L.
Chronik der Familie von Gemmingen und ihrer Besitzungen (Band 2, Erstes Heft): Michelfeld, Ingenheim, Hohenhardt, Leibenstadt — Heidelberg, 1870

Page: 9
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/stocker1870bd2_1/0013
License: Public Domain Mark Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
O r t S - C h r o n i k

I. Politisches.

MichelselL, 831 Michelnveldt, Michelnvelt, Michilun-
felt, in ein alter, nus dem srüheren Nitterkanton Kraiehgau,
554 Pnß uber dem Meere, an der Angclbach gelegeuer, ziem-
lich bedeutender Ort, der vom Aiutsorte Sinsheim IH^ Stren-
den entsernt ist. Schon im Lorscher Codex mird es ernvähirl,
denn im Jahr 831 gibt ein genusser Emicho dem Abt Egil-
bert von Lorsch Wiesen in Siusheim, melche vier Wagen Heu
tragen, gegen ebenso viel in Michelseld. Außerdem hatte Lorsch
uoch drei zinspslichtige Höse hier, von denen jeder zehn Solidos
zu eutrichten hatte; ferner 6 Morgen Aecker, von denerr einer
1 Malter, die übrrgen Maller gebeu. 1071 besräligt Kaiser
Heinrich IV. den Beriediklinermörrchen zu Oldenmünster irr C-s ch e l-
bach einen Theil des Waldes, 24 Höse, 2 Mühlen uud zrvei
Morgen Acker; in Michelfeld 6 Höfe und 10 Morgen
Acker. ^

Der Ort batle seineu eigenen Adel: 1190 korrrrrrt eiu Llruon-
rackn.?, Irbsr cke ^liolrilvolckt uprrck Hlreunur in eirrer llrkurrde
vor, ^ nud um 1250 isr ein Berchtoldus v. Michelfeld Abt im
Kloster Comburg. ^ 1237 im Juui bestäligt Kaiser striedrich II.
die Desitzungen des Klosters Odenheim in Zeutcrn, Michelfeld
und Augelloch. ^ 1257 leiht Probst K onrad Heinrichen
v. E r en b erg des Kloslers Lorsch Eüter zu Eschelbach uud Michel-
seld um 6 Psd. Heller jährlichen urrd ervigen Zinses, Martini
loading ...