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Wörner, Alfred [Editor]; Städtisches Hospital zum Heiligen Geist <Schwäbisch Gmünd> [Editor]
Das städtische Hospital zum Hl. Geist in Schwäb. Gmünd in Vergangenheit und Gegenwart: mit einer Abh. über die Geschichte der Hospitäler im Altertum und Mittelalter und einem medicinisch-wissenschaftlichen Anh. — Tübingen, 1905

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https://doi.org/10.11588/diglit.29797#0236

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geben XI sillinch us dez Heslers garten dem spitdol durcli min und durcli
miner fortern sel willen; und daz vorgenant gelt sol in nemen Haintz
Goülich und Hans ter Widenman, und suent ez den siechen an sant
Niclaus tag in daz spitel geben umb flaiz und umb broth: und wen der
vor genanten man ainer ah gaut, so sol der ander ainen zü im nemen,
daz as sidlich sie, alz der selb. Daz diz war und sted belieb tar umb
geb ich Otten Buocherim dissen brief besigelt mith dez spitols iseegel.
Und daz gesach dar zalt man Crist gebuert driuzehen hündert jar und
darnauch in dem tirtzgosten jar, an dem nesten aftermentag nach balrn-
tag. — Or. Pg. Sg. Streifen. — Bückseite sol nichtz. Sp. A. II. 1.

35. (1343. Martinsabend).

Stadt Gmiind an Konrad von Hohenrechberg: verpflichtet sich, den
Hof und die Miihle zu Sachsenhofen, welche dem Spital und den Aussen-
zellensiechen gestiftet wurden, nie zu veräussern und den Ertrag dem
Stiftungszweck entsprechend zu verwenden.

Wir der schultheiz der burgermeister die stetmeister und gemeinlich
der raüt ze Gremünde veriehen offenlich an disem brief und || künden allen
den die in ansehent hornt oder lesent, daz wir gemeinlich mit besameno-
tem raüt dem achtbarn und vesten man hern 11 Cünrat von Hohenrechperg
haben gelopt uf die eyde als w Tir der stät und dem raüt haben gesworn,
daz wir nimmer sviln gestaten noch ver hengen dem Spytal ze Gemünde
noch den syechen ussetzzeln noch keim ir pfleger, daz sie verkouffen oder
versetzzen noch in keiner wise aun wenden oder bekummern diu güt, den
hof ze Sachsenhofen und waz da zü hSrt und die mülin ze. Sachsenhofen
und waz dazü hört, diu er dem Spytal und den syechen ussetzzeln ze Ge-
münde hat geben ze eim euwigen almüsen durch sin und siner vordern
sele willen, wan daz siu euweclich an dem Spytal und an den syechen
suln beliben, in allem dem recht und meinunge, als er sie dar liat geben
und gesetzzet, daz man die nützze und daz gelt von dem hof ze Sachsen-
liof'en und zwei pfunt haller geltz da zü, die daz Spytal jarlich sol geben
von dem banholtz ze Sachsenhofen alliu jar an dem heiligen aubent ze
Wihennachten den armen syec.hen in dem Spytal gemeinlich von bette ze
bette sol teyln und geben. So sol man die nutzze und daz gelt von der
mülin ze Sachsenhofen och uf den selben tak teyln und geben gar und
gänzlich den armen ussetzzeln in dem syechhuse ze Gemvinde und an kein
ander stat oder schulde. Wir haben och me gelopt. wer furbaz dem
Spytal und den ussetzzeln ze pflegern ie wirt geben oder wen wir an
unsern raut nemen und setzzen, daz die alle wege immer me in den eyt
den sie der stat und dem raut swernt, süln nemen mit namen daz sie
disiu vorgeschribenne dink fürderen und stätte halten mit güten triwen
aun alle gefärde. Dez allez ze urkünde geben wir gemeinlich von der
stat ze Gemünde disen brief besigelt mit der stet grozem insigel daz
offenlich dar an hanget. Der brief wart geben do man zalt von Gotes
 
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