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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Pal. gr. 119

Maximus Planudes

Pergament · 4, 85, 4 Bll. · 23,3 × 16,2 cm · Evtl. Byzantinisches Reich · 15. Jh.


Sprache
Griechisch.
Schlagwörter (GND)
Philosophie / Übersetzung / Humanismus / Latein / Biographie.
Diktyon-Nr.
65851.
IIr Griechischer Titel
IIv Besitzvermerk und lateinischer Titel
1) IIIv-1v Maximus Planudes, Vita Boethii
2) 1r–85r Maximus Planudes, Boethii de philosophiae consolatione in linguam graecam translati

Kodikologische Beschreibung

Entstehungsort
Evtl. Byzantinisches Reich.
Entstehungszeit
15. Jh.
Typus (Überlieferungsform)
Codex.
Beschreibstoff
Papier (III, 89*); Pergament.
Umfang
4, 85, 4 Bll.
Format (Blattgröße)
23,3 × 16,2 cm.
Zusammensetzung (Lagenstruktur)
(I-1)1a + III + 1III + 7 IV56 + III62 + 2 IV78 + V88* + (I-1)89*. Vorderspiegel ist Gegenbl. von 1a, Hinterspiegel Gegenbl. von 89*.
Foliierung
Spätere Blattzählung am oberen rechten Recto-Rand (1–86).Die Bezeichnung der ungez. Bll. folgt dem Digitalisat (1a, 87*–89*).
Zustand
Gut erhalten; im oberen Drittel etwas fleckig; Text an einigen Stellen etwas ausgeblichen (17r).

Schriftraum
15,9 × 9,5 cm.
Spaltenanzahl
1 Spalte.
Zeilenanzahl
24 Zeilen.
Schriftart
Kopistenschrift.
Angaben zu Schrift / Schreibern
Ein durchgehender Schreiber des 15. Jhs.; leicht nach rechts geneigte Kopistenschrift, ähnlich derjenigen des Nikephoros (15. Jh.); vgl. RGK II 420.

Einband
Roter Ledereinband der BAV aus der Zeit von Kardinalbibliothekar Francesco Saverio de Zelada und Papst Pius VI.; späterer Rücken mit goldenen Wappenstempeln von Papst Pius IX. (oben) und Kardinalbibliothekar Angelo Mai (unten); vgl. Schunke, Einbände, II, S. 909.
Provenienz
Heidelberg.
Geschichte der Handschrift
Aus dem Besitz von Giannozzo Manetti (1363–1459); siehe Besitzvermerk auf IIr: Iannotij Manettj Boetius de consolatione; ohne Hinweis auf Fugger-Besitz; vgl. Haan, S. 279. Stempel der BAV auf 1r, 85v.

Faksimile
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/bav_pal_gr_119
Literatur
Stevenson, Graeci, S. 57; Haan, S. 267–280; Schunke, Einbände, II, S. 909.
Verzeichnis der im Katalogisierungsprojekt zitierten Literatur

Inhalt

1) IIIv–1v Digitalisat

Verfasser
Maximus Planudes (GND-Nr.: 118942719).
Titel
Vita Boethii.
TLG-Nummer
4146.022.
Angaben zum Text
In Ed. = siglum Q; s. Papathomopoulos, S. LVII. Der vollständige Text beginnt auf 1r; auf der gegenüberliegenden Seite IIIv hat ein anderer Schreiber den Beginn der Vita Boethii begonnen, aber nicht fortgeführt (expl.: διεχρήσατο, οὓς δὲ; Ζ. 12).
Textgestaltung
Initialen zu Kapitelbeginn vergrößert und in roter Tinte geschrieben.
Nachträge und Rezeptionsspuren
Die Überschrift Βοητιος περι της φιλοσοφιας της παραμυθιας μετα της ερμηνειας λογοι ε’ wurde von derselben Hand ergänzt, die auf IIr den griechischen Inhaltsvermerk schreibt; auf 1v findet sich ein lateinischer und griechischer Kommentar einer westlichen Hand .
Edition
Papathomopoulos.

2) 1v–85r Digitalisat

Verfasser
Maximus Planudes (GND-Nr.: 118942719).
Titel
Boethii de philosophiae consolatione in linguam graecam translati.
TLG-Nummer
4146.024.
Angaben zum Text
In Ed. = siglum Q; s. Papathomopoulos, S. LVII; vollständiger Text mit Abweichungen.
Textgestaltung
Zwischen dem Ende der vorangehenden Vita Boethii und diesem Text sind etwa 2 cm Platz ausgespart (1v), so dass zu vermuten ist, dass hier eine Überschrift eingefügt werden sollte; an manchen Stellen (bspw. 64v) ist wohl ebenfalls Platz für (womöglich der Vorlage geschuldete) Verzierungen ausgespart; Initialen zu Kapitelbeginn sind vergrößert und in roter Tinte ebenso wie der Zierbalken oberhalb der Überschrift bei Beginn eines Buches (bsp. 14r, 29r, 50v) geschrieben.
Nachträge und Rezeptionsspuren
Einfügung eines Wortes (vielleicht von Manetti selbst) am Rand von 25v; am Rand vereinzelte Korrekturen des griechischen Texts an schwer lesbaren verbesserten Stellen (2v, 6r, 30r–31r, 33r, 35r).
Edition
Papathomopoulos.


Bearbeitet von
Dr. Janina Sieber, Universitätsbibliothek Heidelberg, 20.09.2019.
Katalogisierungsrichtlinien
Die Katalogisierungsrichtlinien finden Sie hier.
Gefördert durch
The Polonsky Foundation Greek Manuscripts Project: a Collaboration between the Universities of Cambridge and Heidelberg – Das Polonsky-Stiftungsprojekt zur Erschließung griechischer Handschriften: Ein Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Cambridge und Heidelberg.